Performancevergleich Container vs. VM

Kopf an Kopf

Die Frage, ob Container oder virtuelle Maschinen besser sind, rangiert in Sachen Sinnhaftigkeit auf Ebene des ewigen Kampfes zwischen Risotto und Pasta – das bessere Produkt ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Wir betrachten daher Forschungsergebnisse, die die Performance der beiden Systeme in verschiedenen Konstellationen untersuchen, um darüber Hinweise auf die Frage zu erhalten, welche Technologie in spezifischen Anwendungssituationen hilft.
Das Rechenzentrum und die IT-Infrastruktur im Unternehmen bilden die Grundlage für einen erfolgreichen IT-Betrieb. In der Dezember-Ausgabe beleuchtet ... (mehr)

Das Internet spuckt zu einer Suchanfrage mit dem Term "Container versus VM" Dutzende von Artikeln zu verschiedenen Aspekten dieses Themas aus. Ein großer Teil davon dreht sich um Benchmarks von virtuellen Maschinen und Containern, die sich auf stationäre Workloads beschränken. Das bedeutet, dass die Systeme nicht von Host zu Host migrieren, sondern ihren gesamten Lebenszyklus auf einer einzelnen Maschine verbringen. Zudem treten während des Benchmark-Verfahrens im Allgemeinen nur wenige Start- und Shutdown-Prozesse auf.

Messungen der Performance

Die Untersuchung "A Performance Survey of Lightweight Virtualization Techniques" [1] geht neben klassischen Containern und virtuellen Maschinen auch auf das Konzept des Unikernels ein. Dieser steht zwar momentan nicht im Interesse der IT-Abteilungen und der Forschung, könnte in Zukunft aber wie beispielsweise bei KATA zu einem interessanten Thema werden. Lobenswert ist an der Arbeit auch, dass die Autoren eine Tabelle anderer Studien beifügen, die noch tiefergehende Performance-Analysen anbietet.

Hinter dem in Unikernel-Systemen wie Rumprun, OSv oder MirageOS implementierten Design steckt der Gedanke, dass das Betriebssystem nur noch Multiplexing-Features und grundlegende Taskverwaltung liefert. Hardwareunterstützung und so weiter muss der Entwickler über Bibliotheken bereitstellen, die er in seiner Applikation ausliefert. Für den Administrator ist diese Vorgehensweise bequem, denn die Ausführungsumgebung, die die einzelnen Unikernel-Module als Payload benutzt, besteht aus einem Hypervisor. Unterm Strich stellt die Untersuchung fest, dass Docker die mit Abstand beste Performance in Bezug auf die Startzeit liefert. Unikernel-basierte Systeme waren rund um den Faktor zehn langsamer, während virtuelle Maschinen im Jahr 2017 sogar um den Faktor 100 langsamer ausfielen.

Interessant ist dabei allerdings die

...

Der komplette Artikel ist nur für Abonnenten des ADMIN Archiv-Abos verfügbar.

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Google+

Ausgabe /2019