YunoHost

Hausgemacht mit Hindernissen

YunoHost will durch einfachste Serververwaltung das Self-Hosting für Kleinbetriebe und Selbstständige erleichtern. Das kostenlose Werkzeug verwandelt mit wenigen Handgriffen einen Server oder eine virtuelle Maschine in einen Webserver. Über dessen Benutzeroberfläche lassen sich blitzschnell WordPress, Drupal und viele andere Webanwendungen installieren. Doch unser Test offenbarte, dass dies nicht immer wie versprochen
ohne Linux-Know-how gelingt.
Ein Internetauftritt ist für Firmen heute eine Selbstverständlichkeit, doch gilt es beim Betrieb der entsprechenden Server einiges zu beachten. Im September ... (mehr)

Möchte eine Projektgruppe ihre Arbeit in einem Wiki dokumentieren, muss der Administrator erst aufwendig einen Webserver nebst Datenbank sowie eine passende Software wie das MediaWiki einrichten. In kleinen und mittelgroßen Unternehmen fehlen zudem oft Kenntnisse über die beteiligten Komponenten. Beispielsweise kennt sich nicht jeder Administrator mit der Konfiguration und den Feinheiten des funktionsreichen MediaWikis aus. In solchen Situationen springt YunoHost ein, das alle notwendigen Arbeiten übernimmt. Der Name der Software leitet sich von der saloppen englischen Phrase "Y U No Host" ab ("Warum hostest du nicht?").

System soll Konfigurationsfehler vermeiden

YunoHost richtet auf einem Server oder in einer virtuellen Maschine einen Webserver, eine Datenbank sowie ein eigenes Webinterface ein. Über Letztgenanntes suchen sich Administratoren die benötigten Webanwendungen aus und installieren sie mit einem Mausklick. Zur Wahl im Katalog stehen dabei unter anderem WordPress, Drupal, Discourse, Gitlab, DokuWiki, Jitsi Meet und Nextcloud.

Die Webanwendungen bezeichnet YunoHost als Applikationen oder kurz Apps, die in Form von Erweiterungspaketen auf das System wandern. Die Installation und Konfiguration aller benötigten Komponenten laufen dabei automatisch ab. Im Fall von WordPress erstellt YunoHost beispielsweise selbstständig eine passende Datenbank. Auf diese Weise erhält nicht nur die Projektgruppe in wenigen Minuten Zugang zu ihrem Wiki, die automatische Einrichtung beugt auch Konfigurationsfehlern vor.

Anspruchslos auf solider Basis

YunoHost selbst setzt lediglich 512 MByte Hauptspeicher und 8 GByte Festplattenplatz voraus. Es läuft daher sogar auf Einplatinencomputern wie dem Raspberry Pi. Insbesondere kleine Unternehmen und Freiberufler können auf diesem Weg günstig einen Server

...

Der komplette Artikel ist nur für Abonnenten des ADMIN Archiv-Abos verfügbar.

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Ausgabe /2020