G+H Systems Daccord Microsoft Edition

Das Dickicht lichten

Je größer das Active Directory und das Filesystem werden, desto schwerer ist es, veraltete oder ungenutzte Benutzer- oder Dienstkonten zu finden sowie die effektiven Rechte im Dateisystem zu ermitteln. Hier setzt die neue Daccord Microsoft Edition an, um die Situation zu analysieren und auf Auffälligkeiten sowie Schwachstellen hinzuweisen. IT-Administrator wollte genauer wissen, wie gut der Überblick gelingt.
Nicht erst durch die Corona-Krise sahen sich viele Firmen damit konfrontiert, dass sich Mitarbeiter von unterschiedlichen Geräten und verschiedensten ... (mehr)

In der Oktober-Ausgabe 2018 hatten wir uns die damals aktuelle Version Daccord 1.6 angesehen. Deren Fokus war es, in heterogenen Umgebungen, wo die Benutzer und Rechte an mehreren Stellen verwaltet werden, die verschiedenen Rechtestrukturen abzufragen und zu analysieren.

Inzwischen hat der Hersteller G+H Systems aus Offenbach die "Daccord Microsoft Edition" entwickelt, die sich auf die Berechtigungen und Benutzerkonstellationen im Active Directory (AD) sowie im NTFS-Filesystem konzentriert. Die Software arbeitet als eigenständiges Linux-System und nutzt Agenten zum Zugriff auf die Microsoft-Umgebung.

Zu beachten ist, dass die Edition zur einfacheren Visualisierung der diversen Zugriffsberechtigungen dient, sie ist aber nicht zu deren Administration gedacht. Dementsprechend ist auch nur ein lesender Zugriff auf das AD sowie die Fileserver notwendig. Das ist wichtig für das grundsätzliche Verständnis zum Leistungsumfang. Zum Testzeitpunkt stand die Software kurz vor der Veröffentlichung und wir konnten einen Blick darauf werfen.

Installation mit Linux-Umweg

Was den überzeugten Windows-Administrator am meisten wundern dürfte, ist der Umstand, dass die Daccord Microsoft Edition auf einem Linux-System läuft und eine entsprechende Installation voraussetzt. Zur Auswahl stehen drei Linux-Varianten (siehe Kasten), wobei wir uns für OpenSuse Linux 15.1 mit Gnome Desktop entschieden. Wichtig ist in dem Fall, dass bei der Installation der genannte Desktop gewählt wird und nicht KDE, weil es sonst bei der Daccord-Installation zu einem Konflikt mit der benötigten MariaDB kommt.

Dass eine Einrichtung auch jemandem ohne besondere Linux-Kenntnisse gelingen kann, hat der Testautor selbst ausprobieren können. Letztendlich erforderte die Installation keine besonderen Eingaben und zog sich alle aktuellen Pakete aus dem Internet. Das Schwierigste war es, anschließend SSH zu

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Ausgabe /2020