Kubernetes einrichten und betreiben (2)

Trainingssteigerung

Nachdem der erste Workshopteil mit einer Installation von Microk8s die Grundprinzipien von Kubernetes dargelegt hat, stellen wir im zweiten Teil nun eine professionelle Distribution vor: OKD, die freie Open-Source-Variante von Red Hats OpenShift. Im Gegensatz zu einer simplen Distribution wie Microk8s hat der Administrator hiermit weniger Arbeit. Er muss sich nicht um die Deklaration der Services und Routen für Container kümmern und auch der Datenschutz und die Ausfallsicherheit sind mit an Bord.
Nicht erst durch die Corona-Krise sahen sich viele Firmen damit konfrontiert, dass sich Mitarbeiter von unterschiedlichen Geräten und verschiedensten ... (mehr)

OKD [1] aus dem Hause Red Hat liefert einen deutlich größeren Funktionsumfang und nimmt dem Admin viele Arbeiten ab. Allerdings kommt diese Umgebung nicht mehr mit einem Raspberry Pi 4 oder einer einzelnen virtuellen Maschine mit 4 GByte RAM aus. In der Zwischenzeit ist zwar eine Single-Node-Installation mit OKD 4.5 möglich. Dieser fehlt dann aber leider das schicke Feature des Auto-Cluster-Updates. Daher sollten Sie mit mindestens drei Knoten zu je vier vCPUs und 16 GByte RAM anfangen.

OKD verwaltet Worker Nodes, die die Benutzerapplikationen betreiben, getrennt von den Master Nodes, die die Verwaltungscontainer beherbergen. Seit Version 4.5 lassen sich die Master auf Wunsch auch als "hybride" Knoten betreiben, die Master- und Worker-Funktionen übernehmen.

In diesem Workshop beschreiben wir das Test-Setup eines Clusters mit sechs Knoten, je drei Worker und Master. Alle Knoten arbeiten dabei auf einem einzigen Host mit Fedora Linux 32 und libvirt/ kvm als Hypervisor. Wir verweisen an den Schlüsselstellen aber auch auf die jeweiligen Konfigurationsoptionen, die das Setup eines hybriden Drei-Knoten-Clusters ermöglichen.

Das Sechs-Knoten-Set-up sollte auf einem Server mit 128 GByte RAM und zwölf CPU-Kernen laufen, das Drei-Knoten-Setup braucht entsprechend die Hälfte, also 64 GByte und sechs Kerne. Die Platten des Servers sollten dabei nicht allzu langsam sein. Es bedarf zwar keiner SSDs, aber eine einzelne SATA-Platte dürfte keine ausreichende Performance liefern. Unsere Umgebung läuft beispielsweise auf einem Hetzner Root-Server PX121 mit 256 GByte RAM und vier SATA-Laufwerken im RAID-5-Verband. Das Setup benötigt maximal 720 GByte Plattenplatz.

OKD-Installation vorbereiten

Die Installation eines OKD-Clusters ist relativ simpel. Für unseren Workshop haben wir ein Bash-Skript geschrieben, das alle benötigten VMs baut, startet und damit die Installation

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Ausgabe /2020