Interview

»Applikationsmanagement ist ein lebender Prozess«

Die Verwaltung der Unternehmensanwendungen pendelt zwischen dem Einspielen eines Patches pro Quartal und dem Management tausender Applikationen durch ein dediziertes IT-Team in Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen. Wir wollten von Thomas Krampe, Managing Consultant und Senior IT-Architect bei der Login Consultants Germany GmbH, wissen, worauf Administratoren beim Applikationsmangement achten müssen.
Angesichts der zunehmend genutzten verteilten Infrastrukturen verkompliziert sich der reibungslose Betrieb von Applikationen. Im Dezember befasst sich ... (mehr)

IT-Administrator: »Was macht heutzutage das Applikationsmanagement aus?«

Thomas Krampe: Im Prinzip verbinden wir immer noch die gleichen Konzepte wie vor zehn Jahren mit dem Begriff Applikationsmanagement: Die Betreuung einer Anwendung über ihren kompletten Lebenszyklus – von der Entwicklung über den Betrieb mit Installation, Wartung sowie Weiterentwicklung. Der komplette Support und die entsprechende Dekommissionierung der Anwendung, wenn das Lebensende erreicht ist, gehören ebenso dazu, wie die finanziellen und vertraglichen Aspekte einer Anwendung, also Einkauf, Vertrags- und Lizenzmanagement. Gern vergessen wird hier auch die Verwaltung der Abhängigkeiten einer Applikation wie gerade am Beispiel von Java aufgetreten: Plötzlich wird die Java Runtime als Basis vieler tausend Anwendungen kostenpflichtig. Zurück zum Wort "heutzutage": Die zuvor erwähnten Grundsätze des Konzepts haben sich in den letzten Jahren nicht verändert. Allerdings sind viele neue Anwendungstypen und Betriebs- sowie Verrechnungsmodelle hinzugekommen. Wir haben nicht mehr nur die klassischen Windows-Anwendungen, die einmalig per Benutzer lizenziert werden und dann jährlich mit einem Betrag für Wartung und Support in den Büchern stehen. Heute reden wir von Webanwendungen, Anwendungen für Mobilgeräte, die komplett andere Verwaltungswerkzeuge benötigen und auch anderen Abrechnungsmodellen folgen. Das Applikationsmanagement ist heutzutage durch die Vielzahl der Applikationstypen lediglich etwas komplexer, die Grundprinzipien bleiben aber die gleichen.

»Welche Aspekte des Applikationsmanagements sind für KMU die wichtigsten und inwieweit unterscheiden sie sich zu Enterprise-Umgebungen?«

Tatsächlich lässt sich an dieser Stelle davon ausgehen, dass die Aufwände bei KMU deutlich geringer ausfallen. Das stimmt allerdings nur bei der Anzahl der Anwendungen. Während in großen Unternehmen

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