Tungsten Fabric

Skalierbarkeitskönig

Tungsten Fabric ist die Open-Source-Variante von Junipers Software-defined-Networking-Produkt Contrail. Die freie Plattform glänzt mit technischer Innovation, kämpfte in der Vergangenheit aber mit lästigen Bugs und mangelnder Stabilität. Wir haben uns angesehen, ob sich hier etwas getan hat und ob Tungsten aktuell zum SDN-Allrounder taugt. Gut gefallen hat uns die Skalierbarkeit, weniger die Verwaltbarkeit.
Virtualisierung sorgt für deutlich mehr Flexibilität in der IT. Doch wollen auch virtuelle Umgebungen richtig abgesichert sein. Im Februar beleuchtet ... (mehr)

Software-defined Networking, kurz SDN, ist im Rechenzentrum der Gegenwart längst von der Idee zur Realität geworden. Wer heute riesige Plattformen baut, die im Idealfall auch noch in die Breite skalieren sollen, beschäftigt sich immer seltener mit klassischen Netzwerklayouts wie dem Baum-Ansatz oder dem Stern-Modell. Wo VLANs und Spanning Tree auf den Switches früher zwingend notwendig waren, gibt heute Software den Ton an und die physische Hardware ist kurzerhand zum tumben Paketweiterleiter degradiert.

Open vSwitch & Co trennen heute Datenströme in virtuellen Umgebungen mit Multi-Tenant-Betrieb und nicht mehr die tatsächliche Hardware im Netzwerkpfad. Die großen Anbieter haben diesen Trend längst erkannt und sind mit eigenen SDN-Produkten am Start: Cisco buhlt mit ACI um Kunden und Konkurrent Juniper schickt Contrail ins Rennen. Anders als Contrail lässt Tungsten sich völlig ohne Vertrag mit Juniper nutzen. Grund genug, der Lösung umfassend auf den Zahn zu fühlen.

Fünf Testkriterien

Diesen Test haben wir anhand von fünf Kriterien vorgenommen. Im Mittelpunkt steht die technische Funktionalität. Wie sieht die Tungsten-Architektur aus, wie gut funktioniert Tungsten unter der Haube und bietet die Software SDN auf der Höhe der Zeit?

Das zweite Kriterium beschäftigt sich mit der Integration von Tungsten in andere Lösungen. SDN-Umgebungen müssen heute viele Ansprüche bedienen und aus OpenStack, OpenNebula oder Kubernetes heraus nutzbar sein. Wir haben uns angeschaut, ob dies bei Tungsten der Fall ist und mit welchen Werkzeugen es integriert ist. Von hier kommend stellt sich freilich die Frage, wie es um die praktische Handhabung von Tungsten steht – ist das Tool leicht aufzusetzen, zu betreiben und zu pflegen? Mit welchem Aufwand müssen Admins rechnen und ist Automatisierung eine Option? Diese Fragen bilden zusammen den dritten Punkt im Test.

Das vierte

...

Der komplette Artikel ist nur für Abonnenten des ADMIN Archiv-Abos verfügbar.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Ausgabe /2022