Azure-Dienste lokal nutzen

Brückenbauer

Sehr viele Dienste und Ressourcen in Azure sind auf die Nutzung in hybriden Cloudstrukturen ausgelegt. Für den Administrator bedeutet dies, sich in zwei Welten, der Cloud und dem lokalen Rechenzentrum, zu bewegen. Ein hervorragendes Bindeglied ist das Windows Admin Center. Mit diesem steuern Sie Azure-Funktionen zentral, um zum Beispiel lokale Server in die Cloud zu replizieren oder die IT on-premises mithilfe des Azure Security Centers zu überwachen.
Nahezu alle Unternehmen stehen inzwischen mit einem Bein in der Cloud, ohne gleich die lokale Infrastruktur aus dem Fenster zu werfen. In der Mai-Ausgabe widmet ... (mehr)

Das Einbinden von Azure in die lokale Infrastruktur ergibt durchaus Sinn. So sind etwa auch die Überwachung von IT-Umgebungen und Schritte für mehr Sicherheit ebenso möglich wie die Synchronisierung von Datenbanken aus lokalen Rechenzentren mit Azure. Unternehmen, die einen Cluster betreiben, können Azure zudem als Quorum-Zeugen nutzen und erhalten dadurch schneller und leichter eine Hochverfügbarkeit, auch bei verteilten Clustern.

Idealerweise verwalten Sie die Azure-Ressourcen für das lokale Rechenzentrum mit dem Windows Admin Center (WAC), das Microsoft als Ersatz für den betagten Servermanager und die MMC-Verwaltungskonsolen in Microsoft-Netzwerken positioniert hat. Nach der Registrierung des Admin Centers mit einem Azure-Abonnement steht der Menüpunkt "Azure-Hybriddienste" zur Verfügung. Hier können Sie über Assistenten die Funktionen von Azure im lokalen Rechenzentrum einbinden und diese mit dem Windows Admin Center verwalten:

- Azure Backup: Sicherung von lokalen Servern und Arbeitsstationen in einen sicheren Cloudspeicher.

- Azure Site Recovery: Virtuelle Server in Hyper-V in die Cloud synchronisieren, für Hochverfügbarkeit und Wiederherstellung.

- Azure-Netzwerkadapter: Point-to-Site-VPNs mit Azure einrichten.

- Azure Monitor: Dient der Überwachung lokaler Server.

Die verschiedenen Dienste sind natürlich alle auch ohne WAC nutzbar. In diesem Fall nehmen Sie die Konfiguration entweder in der PowerShell oder im Webportal von Azure vor.

Cloud Witness mit Azure

In einem Failovercluster mit Windows Server 2019 ist es möglich, Azure als Zeuge einzubinden. Diese Funktion bezeichnet Microsoft als "Cloud Witness". Grundlage hierfür ist die Vorbereitung des passenden Azure-Storage-Accounts (Speicherkonto). In diesem wird das Blob-File gespeichert, das die Zeugendaten für den Cluster enthält. Auf dieses Konto greift der

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Ausgabe /2021