Interview

»Die IT muss gut verstehen, wie Kubernetes und das Ökosystem darum herum funktionieren«

Zwar sind Container mittlerweile eine etablierte Technologie, doch bei weitem noch nicht jedes Unternehmen hat sie im Einsatz. Welche Vorbereitungen dafür notwendig sind und welches Know-how sich Administratoren aneignen sollten, dazu sprachen wir mit Ara Pulido, Technology- Evangelist bei Datadog. Sie arbeitet seit mehr als zehn Jahren in Infrastruktur-Open-Source- Unternehmen und ist zertifizierte Kubernetes-Administratorin.
Das flexible Bereitstellen von Anwendungen und Software-Umgebungen ist dank der Container-Technologie kein Hexenwerk mehr. Dennoch gilt es für Admins, so ... (mehr)

»IT-Administrator:Die Implementierung von Anwendungen als Container nimmt weiterhin stark zu. Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Gründe dafür?«

Ara Pulido: Ich denke, diese Frage hat zwei Seiten und es ist die Verbindung beider Aspekte, die Container so erfolgreich macht. Aus der Sicht der Entwickler ermöglichen es Container, eine Software zusammen mit all ihren Abhängigkeiten einfach zu verpacken und sicherzustellen, dass für die Anwendung und ihre Abhängigkeiten derselbe Versionssatz vorliegt, unabhängig von der Umgebung, in der diese Container ausgeführt werden. Aus betrieblicher Sicht sind Container eine vereinfachte Version einer virtuellen Maschine. Alle Container teilen sich den Kernel des Hosts, auf dem sie laufen. Dadurch lassen sie sich viel leichter bedienen als eine VM und eignen sich damit für die Bereitstellung von Microservices. Außerdem können Linux-Container auf verschiedenen Linux-Distributionen oder Clouds ohne Modifikation laufen, was sie ideal für Multicloudumgebungen macht.

»Welche Workloads sind generell gut für Container geeignet, welche eher nicht?«

Vor einigen Jahren herrschte die allgemeine Überzeugung, dass Container besser für die Ausführung zustandsloser Workloads geeignet sind. Da Container in den meisten Fällen nur eine kurze Zeit "leben", war es sinnvoll, Workloads auszuführen, die bei einem Absturz, einer Skalierung oder einer Umplanung problemlos neu starten können. Aber dank der Weiterentwicklung der verschiedenen Container-Orchestratoren und der von den verschiedenen Clouds bereitgestellten Speicherschnittstellen führen immer mehr Unternehmen auch erfolgreich zustandsabhängige Workloads in Containern aus. Wahrscheinlich sehen wir auch in Zukunft immer mehr unterschiedliche Workloads als Container laufen.

»Administratoren folgen gerne dem Motto "never change a running system", aber

...

Der komplette Artikel ist nur für Abonnenten des ADMIN Archiv-Abos verfügbar.

comments powered by Disqus
Mehr zum Thema

Interview

Container bringen zahlreiche Vorteile, aber auch ganz neue Administrationsaufgaben in die IT. Wir diskutieren mit Sebastian Faulhaber, Associate Manager Specialist Solution Architecture bei Red Hat, wie Container die IT und deren Aufgaben verändern.

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Ausgabe /2021