Mit Kleinstcomputern Testumgebungen aufbauen (1)

Heimlabor

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Oft steht IT-Verantwortlichen im Unternehmen kein Equipment zur Verfügung, mit dem sie neue Software testen können. Und auch die eigene Fortbildung durch Einarbeitung in eine neue Anwendung auf produktiven Servern ist selten gern gesehen. Zu diesem Zweck ausgediente Server in einen Abstellraum zu verfrachten ist eine Option, doch leistungsstarke Kleinrechner und kostenlose Virtualisierung machen eine Testumgebung selbst zuhause möglich. Unser zweiteiliger Workshop betrachtet passende Hard- und Software.
Auch kleine Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen in Sachen IT. Doch oft haben sie verhältnismäßig weniger Budget und Personal zur Verfügung, um ... (mehr)

Die großen, lauten und leistungsfähigen Serversysteme, die Administratoren tagtäglich betreuen, stehen und arbeiten im Rechenzentrum. Eine zu jeder Zeit stabile Klimatisierung, eine doppelte Energieversorgung, redundante Netzwerkanbindung und Integration in diverse Überwachungs- und Monitoringsysteme sorgen für einen stets reibungslosen Betrieb.

Für kleinere Testvorhaben mit wenigen Benutzern oder Teststellungen für konkrete Projekte in der heimischen Umgebung ist ein solches Szenario vollkommen undenkbar. Ein ausgewachsener HP-ProLiant-Server im klassischen Rack-Design bietet eine solch "bezaubernde" Geräuschkulisse, dass seine Verwendung im Privathaushalt oder im Büro im Dauerbetrieb undenkbar ist. Glücklicherweise bieten viele Hersteller auch Tower-Varianten ihrer Server an, die in Bezug auf die Geräuschentwicklung schon deutlich leiser sind. Aber es geht auch noch kleiner und leiser.

Nicht jede Hardware eignet sich

Es liegt also nahe, auf einen der so genannten "Tiny"- und "Mini"-Microcomputer, die in erster Linie für den Desktop-Betrieb gebaut sind, zurückzugreifen. Diese Rechner sind teilweise mit Komponenten ausgestattet, die auch bei Notebooks zum Einsatz kommen, und erfüllen die eingangs genannten Kriterien allesamt. Sie sind in der Tat sehr leise, brauchen kaum Platz und sind für bestimmte Vorhaben bestens geeignet.

Es gilt jedoch zu bedenken, dass Desktop- und Servercomputer ähnlich funktionieren, sich jedoch in vielerlei Hinsicht unterscheiden. Ein kleiner Desktop-PC ist nicht für den dauerhaften 24/7-Betrieb optimiert, alle Komponenten hat der Hersteller für eine täglich zu erwartende Dauerarbeitszeit von rund zehn Stunden ausgewählt. Doppelte Netzteile mit redundanter Stromversorgung, Hot-Plugging-fähige Festplatten oder gar ECC-RAM-Bausteine und eine große Zahl an Gerätelüftern, die der Administrator im laufenden

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