Aus dem Forschungslabor Folge 39

Wenn Gehirnzellen Pong spielen

Bislang basierte von Menschen geschaffene Rechenleistung bis hin zur Künstlichen Intelligenz auf Prozessoren, mit ersten Schritten in Sachen Quantencomputer. Nun haben Forscher einen Cluster aus gut einer Million menschlicher Gehirnzellen gezüchtet – und ihm das Spiel Pong beigebracht. Damit erhoffen sie sich, die Vorteile natürlicher biologischer Strukturen wie Adapitivät und Flexibilität nutzen zu können.
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Bestehen künftige Rechner nicht mehr aus klassischen Computerchips, sondern aus Gehirnzellen? Diese Frage stellt sich, schauen wir uns das Forschungsergebnis des australischen Startups Cortical Labs [1] an. Die Wissenschaftler haben aus rund einer Million menschlicher Gehirnzellen ein neuronales Netz erzeugt, genannt "DishBrain". Dabei lagern die Zellen auf einem Netzwerk aus Mikroelektroden, um die neuronale Aktivität zu erfassen.

Danach entwickelten die Forscher eine vereinfachte Version des Spieleklassikers Pong, das die Zellen ohne Gegner spielen sollten – sprich: den Balken hin und her bewegen, sodass der Ball nicht verlorengeht. Erstaunlich dabei erscheint, dass die Zellen laut Brett Kagan, Chefwissenschaftler bei Cortical Labs, während des Spiels denken, sie selbst seien der Balken. Sie sind sich also nicht bewusst, dass sie nur ein Spiel steuern. Grafisch veranschaulicht ist das Spiel sowie die Neuronenaktivität auf der Webseite des Startups unter [2].

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