Interview

»Administratoren kämpfen wegen des Fachkräftemangels ständig an mehreren Fronten«

Auch beim Thema Datenbanken können sich Administratoren lang nicht so intensiv wie gewünscht mit der Modernisierung der IT befassen, sondern sind primär damit beschäftigt, den laufenden Betrieb sicherzustellen. Warum er nichts von nebenamtlichen DB-Admins hält und was bei der Migration einer Datenbank in die Cloud zu beachten ist, hat uns Gregor Bauer, Senior PreSales Solutions Engineer bei Couchbase, beantwortet.
Als zentrale Informationsablage sind sie unabdingbar: Datenbanken. Sie kommen in den unterschiedlichsten Ausprägungen daher und wollen freilich sorgsam ... (mehr)

»IT-Administrator:Welche Themen treibt Da-tenbankadministratoren Ihrer Erfahrung nach derzeit besonders um?«

Gregor Bauer: Administratoren sind mit einer brisanten Kombination aus Moder-nisierungs- und Kostendruck, wachsen-den Security-Anforderungen sowie dem allgegenwärtigen Fachkräftemangel kon-frontiert. Mit der Digitalisierung von Ge-schäftsmodellen verändern sich auch die Prozesse und die IT-Infrastruktur. Die da-durch notwendige Modernisierung der IT-Landschaft für hohe Agilität und Ska-lierbarkeit wäre an sich eine wunderbare Aufgabe für IT-Experten, wenn sie sich denn darauf konzentrieren könnten. Aber Cloud, Containerisierung und Kubernetes steigern zusätzlich die Komplexität, er-fordern neue Skills und gleichzeitig muss ja der laufende Betrieb sichergestellt sein. Das bindet enorme Ressourcen. Sie kämp-fen also bei personeller Mangellage ständig an mindestens zwei Fronten. Und viel kosten darf es ja meist auch nicht.

»Gerade in kleineren Unternehmen gibt es zwar Datenbanken, aber nicht immer eigene Daten-bankadministratoren. Wie behalten IT-Verant-wortliche hier trotzdem den Überblick?«

Gar nicht. "Nebenamtliche" IT-Adminis-tratoren sollten sich nicht dazu hinreißen lassen, diese Aufgaben selbst zu überneh-men. Sie fahren sehr viel besser mit Sup-port von außerhalb. Das kann der Main-tenance-Vertrag des Datenbankanbieters sein oder ein Servicevertrag mit einem externen IT-Dienstleister. Der rechnet sich spätestens mit dem ersten Daten-bank-Crash, wenn die komplette Firma stillsteht. IT ist zu komplex geworden, um sie nebenher betreiben zu wollen.

»Was müssen Firmen beachten, wenn sie von re-lationalen Systemen auf eine dokumentorientierte Datenmanagement-Plattform migrieren wollen?«

Zuerst müssen sie verinnerlichen, dass es sich um einen Paradigmenwechsel handelt, der eine radikal andere Denkweise erfor-dert.

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