Hochverfügbarkeit mit Hyper-V Replica

08.12.2014

Vor der Verbreitung von Virtualisierungstechnologien war das Setup hochverfügbarer Servern komplizierten und teuren Lösungen vorbehalten. Mit Hyper-V eröffnet sich ein bequemerer Weg.

Die flächendeckende Einführung von Virtualisierung erleichtert so manche Aufgabe, die Administratoren früher schlaflose Nächte bereitete. So vereinfacht sich etwa die Realisierung von Disaster-Recovery-Lösungen durch Backups virtueller Maschinen, die der Admin im Fall der Fälle auf einem neuen System startet.

Auch hochverfügbare Dienste lassen sich auf der Basis von Virtualisierung leicht umsetzen. Auf Microsoft-Plattformen liegt der Schlüssel dazu in dem Replica-Feature, das moderne Versionen von Hyper-V bieten. Hyper-V-Replikate ermöglichen es, VMs auf andere Virtualisierungs-Hosts kontinuierlich zu replizieren und sie somit stets auf dem gleichen Stand zu halten. Auch dies ist ein Vorteil in Disaster-Recovery-Szenarien, wo sich damit die bekannte Frage künftig erübrigt: Gibt es ein aktuelles Backup?

Hyper-V Replicas funktionieren nicht nur im lokalen Netz, sondern können auch ohne Domain Controller (Active Directory) über Internet-Verbindungen laufen. Um von den Replica-Funktionen Gebrauch machen zu können, muss auf den beteiligten Rechnern Windows Server 2012 R2 installiert sein. Statt Kerberos- kommt bei dieser Lösung zertifikatsbasierte Authentifizierung ins Spiel, die auch ohne Active-Directory-Server funktioniert. Da dies über HTTPS vonstatten geht, darf man nicht vergessen, seine Firewall entsprechend zu konfigurieren. Ein Failover solchermaßen replizierter VMs erschöpft sich dann in einem Mausklick durch den Admin.

Wie die Umsetzung im Detail funktioniert, verrät Schritt für Schritt das Szenario "Ausfallsicherheit durch Replikation über WAN" in der IT Pro Academy.

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