Ärger bei OpenSolaris: OpenIndiana in der Krise, Schillix ohne Illumos

04.09.2012

Während der Projektleiter des OpenIndiana-Projekts seinen Rücktritt erklärt, führt Schillix die Entwicklung des OpenSolaris-Projekts ohne Illumos fort. 

Alasdair Lumsden hat in einer E-Mail an die Entwicklerliste von OpenIndiana seinen Rücktritt als Projektleiter erklärt. Der Hauptgrund dafür sei Zeitmangel, jedoch nutzt er die Gelegenheit auch für eine Abrechnung mit Teilen der Open-Solaris-Community.  

Die mit dem Illumos-Kernel befassten Firmen wie Joyent, Nexenta und Delphix hätten sich nur um ihre eigenen spezialisierten OpenSolaris-Derivate gekümmert und dabei Community-Projekte vernachlässigt. Illumos entstand nach der Einstellung von OpenSolaris durch Oracle als freies Projekt, das den Open-Solaris-Kernel unter einer freien Lizenz weiterentwicklt. Auf der Mailingliste hat sich aus der Ankündigung ein Thread entwickelt, in der die Protagonisten, darunter Illumos-Gründer Garrett D'Amore, den Nutzen einer allgemein verwendbaren OpenSolaris-Distribution diskutieren.

Unter den Diskutanten ist auch Jörg Schilling, der bereits einige Tage zuvor angekündigt hatte, mit der neuesten Version 0.8 des eigenen OpenSolaris-Derivats Schillix einen neuen Weg einzuschlagen. Dafür führt er ähnliche Gründe an wie Lumsden, nämlich die zunehmende Spezialisierung von Illumos als Storage-Kernel auf OpenSolaris-Basis. Unverzichtbar ist für Schilling auch die Unterstützung des SVr4-Paketsystems, wie er in einer Mail an die OpenIndiana-Liste noch einmal betonte. Schillix leidet allerdings derzeit noch, wie auch Open Indiana, an einem Mangel von Entwicklern. Unterstützung bei der Entwicklung eines "von Firmeninteressen freien" OpenSolaris-Projekts sind deshalb willkommen.

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