Aktionäre verklagen Oracle wegen angeblicher Cloud-Lügen

07.06.2016

Nachdem eine ehemalige Mitarbeiterin von Oracle behauptet hatte, die Firma hätte die Umsatzzahlen des Cloud-Geschäfts manipuliert, fühlen sich jetzt auch die Aktionäre betrogen. 

Wie das britische IT-Magazin The Register berichtet, haben Oracle-Aktionäre eine Klage gegen die Firma eingereicht. Hintergrund der Klage ist, dass der Aktienkurs von Oracle um sechs Prozent gefallen ist, als letzte Woche bekannt wurde, dass die ehemalige Mitarbeiterin Svetlana Blackburn eine Klage gegen Oracle eingereicht hat, um einen Whistleblower-Status zu erlangen. Sie war zuvor in der Finanzabteilung des Datenbankherstellers beschäftigt und hatte sich nach eigenen Angaben geweigert, wie von ihren Vorgesetzten gewünscht die Umsatzzahlen des Cloud-Geschäfts zu manipulieren. Dies hat ihrer Meinung nach dazu geführt, dass sie gekündigt wurde. 

Blackburn hätte bei der Manipulation der Umsatzzahlen gegen Gesetze wie den Sarbanes-Oxley Act und den Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act verstoßen. Gibt das Gericht ihr recht, wäre die Weigerung den Anweisungen ihrer Vorgesetzen nachzukommen, rechtens und sie würde als Whistleblower einen Teil eines gegen Oracle verhängten Bußgelds erhalten.  

Wie The Register weiter berichtet, hatte Anfang dieses Jahres schon das Beratungsunternehmen Gartner gewarnt, dass anscheinend viele IT-Anbieter künstlich die Umsatzzahlen ihres Cloud-Geschäfts aufgeblähen. Oracle hatte für das letzte Geschäftsquartal einen Umsatzrückgang von 14 Prozent, aber gleichzeitig eine Wachstum des Cloud-Geschäfts um 58 Prozent gemeldet. 

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