Ausblick auf Oracle 12

10.10.2012

Im  Rahmen eines Pressebriefings im Nachgang der eben beendeten Hausmesse Oracle Openworld in San Francisco gab der Hersteller einen kleinen Ausblick auf die im kommenden Frühjahr zu erwartende Version 12c seiner Datenbank.

Mit Oracle 12c (das "c" soll für den in der heutigen IT offenbar unvermeidlichen Begriff "Cloud" stehen), wird die weit bekannte Datenbank eine entscheidende Veränderung ihrer Architektur erfahren. An die Stelle der heute üblichen autonomen Instanz pro Datenbank tritt ein Container, in den sich einzelne Datenbanken einhängen lassen. Oracle spricht von einer mandantenfähigen "pluggable Database".

Das neue Konzept hat zahlreiche Vorteile: So laufen heute pro Instanz 15 bis 20 Hintergrundprozesse, die es dann nur noch einmal pro Container geben wird. So verbrauchen sie auch nur einmal Hauptspeicher und Rechenzeit - der Datenbankserver kann kleiner ausfallen oder mehr Datenbanken beherbergen. Updates und das Patching, Prozesse, die früher pro Instanz anfielen, lassen sich nun für viele Datenbanken gleichzeitig erledigen. Besonders Kunden mit großen Installationen - manche haben mehrere Tausend Datenbanken - werden davon stark profitieren. Ähnliches trifft für Managementprozesse und die Datensicherung zu.

Eine bevorzugte Plattform wird die ebenfalls auf der Openworld in dritter Generation neu vorgestellte und bereits lieferbare Datenbankmaschine Exadata X3 sein. Das im Vollausbau rackfüllende In-Memory-System verfügt über eine hierarchisch gegliederte Speicherarchitektur mit bis zu 22 TByte Flash-Cache. Dank eines integrierten Kompressionsverfahrens passen tatsächlich Hunderte TByte in den Cache. Damit sollen sich bis zu 1,5 Millionen SQL-I/O-Operationen pro Sekunde bewältigen lassen, eine Menge, für die man alternativ 15 000 parallel laufende Festplatten bräuchte. Die Antwortzeiten sollen sich gegenüber dem Vorgängermodell um bis zu 40 Prozent verbessern und Daten-Scan-Raten von 100 GByte/s ermöglichen.

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