Bewerber für neue Top-Level-Domains vorgestellt

14.06.2012

Die Internet-Verwaltung ICANN hat gestern die Bewerbungen um neue, so genannte Top-Level-Domains vorgestellt. Aus Deutschland gibt es 70 Anfragen.

Möglich sind nun beispielsweise Firmennamen wie .bmw oder .sap oder auch Städtenamen wie .berlin. Zudem können die neuen Adress-Endungen erstmals auch aus nicht lateinischen Buchstaben bestehen, etwa arabischen oder chinesischen Schriftzeichen.

Seit dem 12. Januar konnten Interessenten Bewerbungen für ihre Wunsch-Domain einreichen. Die Bewerbungsfrist endete im Mai. Die ersten Adressen mit den neuen Endungen sollen im kommenden Jahr online gehen. Bis dahin prüft die ICANN in einem mehrstufigen Verfahren di, ob Markenrechte verletzt werden. Für Beschwerden gegen eine der angefragten Wunsch-Domains räumt die Internetverwaltung 7 Monate Zeit ein.

Die Inhaber einer Wunsch-Domain werden zum Internet-Unternehmen. Sie müssen die Technik zum Betrieb der Domain stellen und entscheiden, wer eine Website mit ihrer Adress-Endung verwenden darf. Weltweit sind 1 930 Bewerbungen seit Beginn des Jahres bei der ICANN eingegangen. Viele der Anfragen kamen den Angaben zufolge von internationalen Großkonzernen wie Apple, IBM oder Mitsubishi. Einige Unternehmen wollen sich gleich mehrere der generischer Top-Level-Domains (gTLD) sichern: Amazon hat sich etwa auf 76 Adress-Endungen beworben. Weiter teilte ICANN mit, 911 Organisationen aus dem nordamerikanischen Raum hätten sich beworben. 675 Anträge kamen demnach aus Europa, 303 aus der Region Asien-Pazifik. Lateinamerika und Staaten in der Karibik seien mit lediglich 24 Anfragen vertreten gewesen, Afrika mit 17.

Für Privatpersonen dürfte eine Bewerbung allerdings kaum in Frage kommen: Eine einzige Bewerbung kostet ab 150 000 Dollar. Ohne Erfolgsgarantie.

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