CentOS 7.2 veröffentlicht

15.12.2015

Ab sofort ist das Release 7.2 des freien Ablegers von Red Hat Enterprise Linux verfügbar. 

Ab sofort ist Version 7.2 von CentOS verfügbar. Sie basiert auf dem Quellcode der Enterprise-Distribution von Red Hat. Wie RHEL 7.2 enthält CentOS 7.2 zahlreiche Neuerungen, etwa im Bereich des Identity Managements. So wird nun per Default nur noch eine Trust-Beziehung in einer Richtung zwischen dem IPA-Dienst und Active Directory hergestellt und nicht wie vorher in beide Richtungen. Der SSSD-Dienst erlaubt nun die Authentifizierung mit gecachten Informationen, was Verzögerungen beim Login durch langsame Netzwerkverbindungen verhindern soll. Drei Apache-Module zum Identity Management sind dem experimentellen Stadium entwachsen und werden nun voll unterstützt.

Im Storage-Bereich kam der Support für Multi-Queue I/O Schedulung (blk-mq) hinzu, der bei Device-Treibern, die dies unterstützen, Performance-Vorteile bringt. Dies gilt beispielsweise auch für virtuelle Block-Devices mit dem virtio-blk-Treiber. Das Cluster-Dateisystem GFS2 sowie das jetzt als Default-Dateisystem eingesetzte XFS wurden auf neuere Versionen aktualisiert, die Anwendern verschiedene Verbesserungen bringen. 

Voll unterstützt ist jetzt das v2v-Tool, das virtuelle Maschinen von anderen Hypervisor-Systemen migriert. Derzeit beherrscht es Umzüge von RHEL- und Windows-Gastsystemen, die unter Xen auf RHEL oder CentOS 5 sowie auf VMware vCenter laufen. Für die von Hyper-V verwendeten VHDX-Files bietet CentOS nun TRIM-Support. Es kann die Images also auf die tatsächlich verwendete Größe schrumpfen. 

Alle Änderungen sind den Release Notes zu Red Hat Enterprise Linux 7.2 zu entnehmen. 

 

Während CentOS ursprünglich als reines Community-Projekt gestartet ist, sind die Hauptentwickler seit 2014 bei Red Hat angestellt und wo sie an dem freien RHEL-Ableger arbeiten

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