Commodore setzt auf Linux

14.11.2011

Der Hersteller des legendären Homecomputers C64 liefert eine eigene Linux-Distribution aus, die auf Mint Linux basiert.

Der Computer-Hersteller Commodore bietet eine Beta-Version seine Betriebssystems OS Vision 1.0 zum Download an. Dabei handelt es sich um eine Linux-Distribution, die auf dem Ubuntu-Spinoff Mint basiert. Optisch orientiert sich das Commodore-OS am Design der Betriebssysteme von C64 und Amiga, benutzt beispielsweise die Farben des C64-Textbildschirms für das Texttterminal. Auch die Amiga Workbench dient der grafischen Oberfläche von OS Vision als Vorbild.

Funktional handelt es sich um eine Standard-Linux-Distribution, die Office-Pakete und Internet-Programme bietet und einen Schwerpunkt auf Media-Anwendungen legt, zum Beispiel Video-Editoren wie Cinelerra und Openshot enthält. Für Windows-Kompatibilität bringt OS Vision die Windows-Runtime-Umgebung Wine wie auch die Virtualisierungssoftware Virtualbox mit. Software-Programmierer werden mit Entwicklungsumgebungen für Basic, Java, C/C++, PHP, Perl, VB.NET, C# und Python bedacht.

Um nostalgische Sehnsüchte von Commodore-Fans zu befriedigen, enthält die DVD auch Emulatoren für klassische Commodor-Hardware wie PET, VIC-20, CBM-II, C16, C64, C128 und Commodore Amiga. Es soll sogar möglich sein, über eine Boot-Option, direkt die C64-Emulation zu booten. Die für eine vollständige Emulation der klassischen Geräte nötigen ROM-Images bleiben allerdings der Betriebssystemversion vorbehalten, die Commodore-Geräten beiliegt.

Die Marke "Commodore" hat seit dem Ende der Homecomputer-Ära mehrfach den Besitzer gewechselt. Die Firma, die derzeit im Besitz des Namens ist, versucht mit einem Gerät in C64-Optik, in dem PC-Hardware steckt, an die goldenen Zeiten anzuknüpfen. Das Gerät mit dem Namen C64x kostet mit einem Atom-Prozessor 999 US-Dollar, die "Extreme"-Variante mit i7-CPU 1499 US-Dollar.

Ähnliche Artikel

Mehr zum Thema

Backdoor in Linux Mint

Angreifer haben ISO-Images der Linux-Distribution mit einer Backdoor ausgestattet.

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Google+

Ausgabe /2019