Debian kommt mit ZFS

16.05.2016

Debian setzt einen Workaround zur legalen Auslieferung des ZFS-Dateisystems ein. 

Nach Ubuntu bietet nun auch Debian im Unstable-Zweig das ZFS-Dateisystem an. Im Gegensatz zu Ubuntu liefert Debian allerdings keine Binärmodule aus, sondern bietet den Quellcode von ZFS über das Contrib-Repository an. Damit müssen Anwender selbst den ZFS-Code compilieren und anschließend das ZFS-Modul in den Kernel laden. Damit will Debian die rechtlichen Probleme umgehen, die Ubuntu nach Meinung von Richard Stallman und der Software Freedom Conservancy hat.

Wer als Anwender ZFS-Code in den Linux-Kernel lädt, ist im Gegensatz zu einem Distributor der Software nicht an die Lizenzbedigungen der GPL gebunden. Wer GPL-Code zusammen mit einem Binärtreiber für ZFS vertreibt, erstellt damit ein neues Werk im Sinn der Lizenz, der eine Relizenzierung des Gesamtwerks unter der GPL erfordert - was aber wiederum wegen der CDDL-Lizenz des ZFS-Treibers nicht möglich ist. Dieses Problem haben die Debian-Entwickler mit ihrer Methode umschifft. 

ZFS

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