Erster Release-Kandidat von Linux 4.0 veröffentlicht

23.02.2015

Mit dem ersten Release-Kandidaten läutet Linus Torvalds eine neue Runde in der Linux-Versionierung ein.

"Mal sehen, wieviel jetzt durch die neue Versionsummer kaputtgeht", leitet Linus Torvalds seine Mail an die Entwicklerliste ein, in der er den ersten Release-Kandidaten der neuen Kernel-Version 4.0 ankündigt. Dem ging eine Abstimmung voran, bei der Torvalds die Community befragte, ob in der Versionierung weiter mit 3.20 fortzufahren sei oder mal wieder eine neue Major-Version angegangen werden sollte.

Das Ergebnis ist an der jetzigen Ankündigung abzulesen, aber der Chef ließ es sich nicht nehmen die Abstimmung und das drumherum mit einigen bissigen Kommentaren zu verzieren. So sei das stärkste Argument für die Vier die Tatsache, dass viele gerne die Versionsnummer 4.1.15 sähen, was die Linux-Version gewesen sei, die der T-800-Terminator verwendet habe. Außerdem seien Internet-Abstimmungen sowieso Mist, aber das habe er ja auch schon vorher gewusst, so Torvalds. Nichtsdestrotz habe er gefragt und so werde nun der Wille des Volkes geschehen.

Technisch gibt es beim Release-Kandidaten wenig Aufregendes zu berichten, aber für die finale Version 4.0 werden einige interessante Features erwartet, so etwa das Live-Patching des Kernels, das ältere Ansätze wie Kgraft und Kpatch konsolidieren wird. Der fertige Kernel soll sehr große (IBM Z13 Mainframe) wie auch sehr kleine (Intel Quark) Computer unterstützen und die OASIS-Spezifikation von VirtIO 1.0 umsetzen.

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