JRuby 1.7.0 implementiert Ruby 1.9

30.10.2012

Das neueste Release der Ruby-Implementierung in Java ist nun kompatibel zur aktuellen Ruby-Version. 

Nach eineinhalb Jahren Entwicklungszeit hat das JRuby-Team die neueste Version 1.7.0 der Java-Implementierung der Programmiersprache Ruby vorgelegt. Mit JRuby lassen sich Ruby-Anwendungen auch auf der Java Virtual Machine (JVM) ausführen und somit einfacher mit anderen auf der JVM laufenden Webanwendungen verbinden. 

JRuby 1.7.0 ist nun beinahe vollständig kompatibel zu Version 1.9.3 der nativen Ruby-Implementierung. Lediglich der Ruby-Parser Ripper, der als Bibliothek im Ruby-Interpreter implementiert ist, fehlt noch. In den nun regelmäßig erscheinenden Updates für JRuby 1.7 soll diese Lücke geschlossen werden. 

Zur Steigerung der Performance kann JRuby nun Gebrauch von dem Invokedynamic-Bytecode machen, der der letzten JVM-Version hinzugefügt wurde, um insbesondere dynamische Sprachen wie Ruby besser zu unterstützen. Das Feature führt jedoch mit Java 7 zu Problemen bei der automatischen Code-Optimierung, weshalb es bei dieser Java-Version abgeschaltetet ist. Mit der Entwicklerversion Java 8 ist das Problem behoben und das Feature aktiviert. 

Die langjährigen JRuby-Entwickler Charles Nutter und Thomas Enebo wurden Mitte diesen Jahres von Red Hat angestellt, um im Rahmen von Red Hats Idee einer "polyglotten JVM" weiter an der Implementierung zu arbeiten. Der Application Server Torquebox verwendet JRuby, um Ruby-Anwendungen wie Rails und Sinatra auf der JVM bereitszustellen. Ein weitere Application Server namens Immutant macht dasselbe mit dem Lisp-Dialekt Clojure, der ebenfalls auf der JVM läuft. 

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