Lenovo kündigt Linux-Zertifizierungen für Workstations an

05.06.2020

Lenovo setzt auf die Linux-Community: Der Hersteller will sein gesamtes ThinkPad-P- und ThinkStation-Portfolio für die Enterprise-Linux-Distributionen Ubuntu LTS und Red Hat Enterprise Linux zertifizieren.

Lenovo möchte über entsprechende Zertifizierungen der Linux-Community den Zugang zu seinem Workstation-Portfolio wesentlich erleichtern. Als Gründe für diesen Schritt gibt der Hersteller in einem Blog-Beitrag an, dass auf der einen Seite mittlerweile schon knapp drei Prozent der verkauften Computer pro Jahr unter Linux genutzt würden und deren Anwender oft wichtige Rollen in bzw. für Ihre Unternehmen bzw. Auftraggeber übernähmen – beispielsweise als Data Scientists, Entwickler oder Wissenschaftler. Auf der anderen Seite hätten diese bei individuellen Installationen oft genug mit Problemen hinsichtlich Systemstabilität oder reduzierter Performance, Kompatibilität oder fehlendem IT-Support zu kämpfen.

 

Konkret wird der chinesische Hersteller sein vollständiges ThinkStation- und ThinkPad-P-Serien-Sortiment sowohl für Red Hat Enterprise Linux als auch Ubuntu LTS zertifizieren. Jene Workstations sollen intuitiv mit dem Host-Linux-OS arbeiten, Gerätetreiber direkt in den Linux-Kernel upstreamen und kompletten End-to-End-Support bieten – inklusive Security-Patches, verifizierten Hardware-Treibern sowie  Firmware- und BIOS-Optimierungen. Darüber hinaus will Lenovo Linux-Anwender wie -Admins via umfassenden Web-Support, mit Konfigurationsempfehlungen sowie eigenen Linux-Foren unterstützen.

 

Das Linux-zertifizierte Workstation-Portfolio von Lenovo soll komplett individuell anpassbar und fertig konfigurierbar ab Juni sukzessive im Laufe des Sommers erhältlich sein, mit den ThinkPad-Notebooks der P-Serie als Startangebot.

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