Linux Foundation veröffentlicht Kernel-Report

03.04.2012

Wie jedes Jahr hat die Linux-Foundation jetzt den Kernel-Report veröffentlicht, der darüber informiert, wer wieviel zur Entwicklung des Linux-Kernels beiträgt. Erstmals ist auch Microsoft unter Firmen, die viele Änderungen am Kernelcode zu verzeichnen haben.

Die Linux-Foundation hat den Report "Linux Kernel Development: How Fast it is Going, Who is Doing It, What They are Doing, and Who is Sponsoring It", der eine Bestandsaufnahme rund um die Entwicklung des Linux-Kernels gibt. Die Autoren sind, neben Amanda McPherson von der Linux-Foundation, der Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartman und Jonathan Corbet, der die Website LWN.net betreibt. 

Laut dem Kernel-Report fließen in jedes neue Kernel-Release zwischen 8000 und 12000 Patches ein, wobei sich die Rate der Änderungen eher noch erhöht. Dies ist das Werk von über 1000 Entwicklern, die vorwiegend bei etwa 200 Firmen angestellt sind. Seit 2005 haben über 7800 verschiedene Entwickler und 800 Firmen zum Linux-Kernel beigetragen. 

Der Kernel-Report erscheint mit dieser Ausgabe zum vierten Mal und berücksichtigt die Entwicklung bis zu Linux 3.2. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklungsphase zwischen 2.6.36 und 3.2.

Als Kuriosum ist zu verzeichnen, das Microsoft nun unter den 20 Firmen zu finden ist, die am meisten zum Linux-Kernel beigetragen haben. Allerdings ist das Maß dafür die Anzahl der Änderungen und der Grund für deren Vielzahl darin zu suchen, dass der von Microsoft beigesteuerte Code für Hyper-V im Linux-Kernel nicht den Coderichtlinien entsprach und dann umgeschrieben werden musste.

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