Linux-Kernel 3.9 erlaubt SSD als Festplatten-Cache

30.04.2013

Die eben freigegebene Version des Linux-Kernels enthält die Treiber für Googles Chromebooks und einige andere Verbesserungen.

Der oberste Kernelhüter Linus Torvalds hat Version 3.9 des Linux-Kernels freigegeben. Darin enthalten sind Treiber für Laptops mit Googles ChromeOS, nämlich Acer C7, Samsung Series 5 und HP Pavilion 14. Auch Chris Masons Patch, der RAID 5 und RAID 6 für das Btrfs-Dateisystem implementiert, wurde in den Kernel aufgenommen. Die Defragmentierungsfunktion von Btrfs berücksichtigt in der neuen Kernel-Version auch Snapshots, die wegen des Copy-on-Write-Algorithmus Blocks gemeinsam nutzten, was wiederum zu Problemen bei der Defragementierung führen konnte. 

Rechner mit ARM-Prozessoren können nun auch virtuelle Maschinen auf KVM-Basis betreiben, wenn sie den neuen Kernel verwenden. Umgekehrt ermöglicht ein Android-ARM-Emulator auf Qemu-Basis namens Goldfish die Entwicklung für Android-Systeme auf einem gewöhnlichen Kernel.

In den Kernel aufgenommen wurde außerdem ein neues Device Mapper Target namens dm-cache, das es erlaubt, einen SSD-Speicher als Cache etwa für Festplatten zu verwenden. Bisher gab es dazu schon einige Ansätze wie Flashcache, die dafür einen Kernel-Patch erforderten. Die Lösung über den Device Mapper ermöglicht es demgegenüber, den Cache in verschiedenen Stellen des Storage-Stack einzuhängen. Die Entscheidung darüber, welche Daten wie gecacht werden, trifft ein eigenes Policy-Modul, das als Plugin realisiert ist.

ARM , Btrfs , Linux , SSD

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