Neues Tracing-Tool für Linux

17.11.2010

Ein neues kernel-basiertes Tool soll die Welt der Linux-Tracing-Werkzeuge aufmischen.

 

Linus Torvalds hatte sich mal wieder beschwert und damit eine neue Entwicklung losgetreten: Linux (der Kernel) biete Endanwendern kein vernünftiges Tracing-Tool. Die existierenden seien nur schwer zur Lösung alltäglicher Aufgaben zu bewegen. So beschreibt Thomas Gleixner die Lücke, die das neue Tool namens "trace" nun füllen soll, das er zusammen mit Ingo Molnar un H. Peter Anvin geschrieben hat. Es macht von der Kernel-Infrastruktur der Performance Counter Gebrauch, um Daten zu sammeln, die der Anwender anschließend mit einfachen Befehlen analysieren kann. Dabei bietet es sowohl Statistiken zum Ressourcenverbrauch wie auch eine detaillierte Ablaufanalyse nach Systemaufrufen. Den Aufnahmevorgang startet beispielsweise für den Webbrowser Firefox der einfache Aufruf von "trace record firefox". Danach geben Befehle wie "trace report" und "trace summary" tieferen Einblick in die Abläufe. 

Das Paket besteht aus Kernelcode und einem User-Programm, deshalb müssen experimentierfreudige Anwender den so genannten Tip-Tree selbst auschecken und übersetzen. Mehr Informationen dazu gibt http://people.redhat.com/mingo/tip.git/README. Das Trace-Tool steht noch am Anfang seiner Entwicklung, deshalb wünschen sich die Entwickler explizit Feedback und auch konkrete Workflows, die sie implementieren können.

 

 

 

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