OpenStack "Mitaka" ist fertig

07.04.2016

Ein neues Release des freien Cloud-Computing-Frameworks ist verfügbar.

Turnusgemäß ist das aktuelle Release "Mitaka" des freien Cloud-Computing-Frameworks OpenStack erschienen. Dabei handelt es sich um eine Momentaufnahme des komplexen Projekts, das sich in zahlreiche Unterprojekte gliedert, die zwar koordiniert, aber doch weitgehend autonom entwickelt werden. Das Mitaka-Release bildet den Auftakt eines drei Releases umfassenden Plans, der OpenStack in fünf Aspekten verbessern soll: Skalierbarkeit, Ausfallsicherheit, Management, Modularität und Interoperabilität.

Dabei werden für jedes Projekt in diesem und den folgenden Releases "Newton" und "Ocata" andere Schwerpunkte gesetzt. Besseres Management besitzt allerdings für beinahe alle OpenStack-Projekte in diesem und den folgenden Releases eine hohe Priorität. Ansonsten waren insbesondere Skalierbarkeit und Ausfallsicherheit Entwicklungsziele für die wichtigen OpenStack-Komponenten Glance (Image-Dienst), Neutron (Netzwerk), Swift (Object Storage), Designate (DNS) und Ironic (Bare Metal Deployment).

Eine ganze Reihe von Neuerungen hat der Netzwerkdienst Neutron zu verzeichnen. So können die IP-Prefixes und Routen der Gastnetzwerke jetzt mit BGP verbreitet werden. Der Linux-Agent für Bridges unterstützt jetzt Bandbreitenkontrolle für Quality of Service. Der Treiber für Layer-2-Netze (ML2) verwendet nun besser auf das zugrunde liegende Netzwerk abgestimmte MTU-Größen. Der Source-NAT-Dienst für Distributed Virtual Router (DVRs) kann nun hochverfügbar betrieben werden. 

Der Alarmierungsdienst AODH unterstützt jetzt keine NoSQL-Datenbanken mehr. Jetzt können sich die Entwickler auf den Support relationaler SQL-Datenbanken beschränken. AODH beherrscht jetzt die Authentifizierung mit Keystone v3.

In der Block-Storage-Komponente Cinder wurde der Support von Storage-Lösungen diverser Hersteller verbessert. So unterstützen nun die Backends für Dell Storage Center, HPE 3PAR und LeftHand, IBM Storwize und XIV/DS8K sowie VNX das Replikationsprotokoll in Version 2.1. Neue Treiber gibt es beispielsweise für Fujitsu Eternus mit Fibre Channel oder iSCSI sowie Nexenta Edge iSCSI.

Die Release Notes der einzelnen OpenStack-Projekte sind auf der Mitaka-Seite zu finden.

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