OpenVMS soll nicht sterben

29.07.2014

In einem offenen Brief wendet sich der HP User Club Frankreich an die HP-Chefin Meg Whitman.

Gérard Calliet von der User Group HP-Interex France hat sich in einem offenen Brief an die HP-Chefin Meg Whitman gewandt und angeregt, die Zukunft des OpenVMS-Betriebssystems zu sichern. Das 40 Jahre alte Betriebssystem leiste weiterhin in vielen wichtigen Anwendungen zuverlässige Dienste, etwa in Verkehrszügen, medizinischen Anwendungen und sogar Atomkraftwerken.

HP hatte zwar angekündigt, den Support von OpenVMS noch bis 2025 auszudehnen, unterstützt aber nur noch die mittlerweile schon in die Jahre gekommenen Itanium-i2-Systeme. Calliet wünscht sich, dass OpenVMS auch für die aktuellen Itanium-i4-Plattform zertifiziert wird, sodass die weitere Zukunft von OpenVMS gesichert ist. Wenn möglich, soll der Support sogar auf neue Systeme von Intel und seinen Konkurrenten ausgedehnt werden. Darüber hinaus soll HP auch künftig Kompetenz zum Support von OpenVMS leisten und moderne Frameworks auf OpenVMS bereitstellen.

Ursprünglich war VMS von der Firma DEC (Digital Equipment Corporation) für die hauseigene VAX-Plattform entwickelt (siehe VMS auf VAX) und später auf Alpha-Prozessoren portiert worden. Später gelangte VMS durch den Verkauf von DEC in den Besitz der Firma Compaq, die das unter dem Namen OpenVMS firmierende System auf die Itanium-Plattform portierte. Im Jahr 2002 übernahm HP schließlich Compaq und legte die erste Produktiversion von OpenVMS für Itanium vor. Die heute aktuellste Version von OpenVMS für Itanium und Alpha-Server ist im Jahr 2010 erschienen.

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