Stallman: Windows und OS X sind Malware

27.05.2015

Der GNU-Übervater gibt in einem neuen Artikel ein wenig schmeichelhaftes Urteil über proprietäre Systeme ab.

In einem Artikel für den englischen Guardian bezeichnet der GNU-Gründer Richard Stallman die Betriebssysteme Windows und OS X als Malware. Die Definition von Malware sei, Anwender schlecht zu behandeln, und diese werden von den beiden proprietären Systemen erfüllt, indem sie beispielsweise "Backdoors" zum Ausspähen der User oder zum heimlichen Verändern von Software enthalte. Zudem sabotiere Microsoft die Windows-Anwender, indem es Sicherheitslücken der NSA vorführe, statt sie zu schließen. Genauso verhält es sich nach Stallmans Meinung auch mit "MacOS" und iOS, die Backdoors und Zensurcode enthielten. Auch Android erlaube mit einer "Backdoor" das Entfernen beliebiger Apps. 

Bei den Apps, die Anwender auf ihren Smartphones installieren, sehe es nicht besser aus. Selbst einfache Taschenlampen-Apps seien dabei ertappt worden, Daten an den Hersteller zu übermitteln. Das schlimmste seien aber Anwendungen von Streaming-Diensten, die einerseits verhindern, dass User sich die geladenen Daten abspeichern können und andererseits ihre Hör- und Sehgewohnheiten minutiös überwachen und auswerten. Deshalb sei im 21. Jahrhundert, so Stallmans Schlussfolgerung, die Benutzung proprietärer Software etwas für Trottel. 

Der einzige Ausweg aus dieser Situation bestehe darin, den Verlockungen der Bequemlichkeit zu widerstehen und sich für Freiheit und Privatsphäre zu entscheiden. Das bedeutet, dass jeder Einzelne sich gegen proprietäre Software und Webservices entscheiden kann, die Anwender ausspähen und tracken. Gemeinsam solle daran gearbeitet werden, für solche Dienste und Software Alternativen zu schaffen. Schließlich sei es eine demokratische Aufgabe, die beschriebene Praktiken gesetzlich zu unterbinden und auch internationale Abkommen wie TPP und TTIP zu verhindern, die Firmen mit der Macht ausstatteten, demokratische Prozesse auszuhebeln. 

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