Suchmaschine DuckDuckGo erhielt 2013 über einer Millarde Anfragen

10.01.2014

Datenschutz statt Filterblase: Mit dieser Strategie befindet sich die Internet-Suchmaschine DuckDuckGo auf dem Erfolgskurs. Seit Edward Snowdens Enthüllungen ist ihre Popularität massiv gestiegen.

Die datenschutzfreundliche Internet-Suchmaschine DuckDuckGo hat nach eigenen Angaben im Jahr 2013 über eine Milliarde Suchanfragen verarbeitet. Insbesondere Edward Snowdens Enthüllungen zu geheimdienstlichen Abhörprogrammen wie Prism sollen einen starken Anstieg der Popularität von DuckDuckGo herbeigeführt haben. Vorher erhielt die US-amerikanische Suchmaschine pro Tag etwa 1,5 Millionen Anfragen pro Tag, in der Folge verdoppelte sich diese Zahl in kurzer Zeit. Bis November 2013 war sie auf durchschnittlich über 4 Millionen Suchanfragen täglich gestiegen, wie aus den öffentlich einsehbaren Traffic-Statistiken von DuckDuckGo hervorgeht. Seinen Rekord erzielte der Anbieter diese Woche: am 7. Januar 2014 kam es zu 4452957 Such-Queries innerhalb von 24 Stunden.

Zahlenmäßig braucht Suchmaschinenprimus Google mit seinen nach eigenen Angaben über eine Billion Anfragen pro Jahr nicht zu befürchten. Aber DuckDuckGo gewinnt anscheinend mit seinem datenschutzfokussierten Ansatz an Popularität. Google legt Wert auf Suchergebnisse, die dem einzelnen Benutzer möglichst gut entsprechen sollen und sammelt zu diesem Zweck zahlreiche Informationen über seine Anwender. Diese nutzt es auch für seinem Hauptgeschäftszweig, die Werbung -- und wie seit Edward Snowdens Veröffentlichung geheimer Dokumente bekannt ist, stehen diese vermutlich zu großen Teilen auch Geheimdiensten zur Verfügung.

DuckDuckGo hingegen speichert keine persönlichen Angaben über seine Benutzer und deren Suchbegriffe. Das führt zumindest nach Meinung der DuckDuckGo-Werbung zum Platzen der sogenannten Filterblase, die Benutzer von Google und Suchmaschinen mit zunehmender Benutzung mehr und mehr eigens in zugeschnittene Internet-Teilbereiche lenkt, die vermeintlich von individuellem Interesse sind. DuckDuckGo möchte hingegen die allgemeine Relevanz von Webseiten beurteilen.

Die in Perl geschriebene Suchmaschine lässt sich mit Plugins erweitern, die auch freie Entwickler beisteuern können. Diese reichen beispielsweise über tagesaktuelle Währungskurse und einen Passwortgenerator bis hin zu einem Crontab-Plugin, das Crontab-Einträge in natürliche Sprache übersetzt.

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