Thomas-Krenn-Awards für drei Projekte

27.03.2019

Thomas-Krenn hat während der Chemnitzer Linux-Tage insgesamt drei Open-Source-Projekte mit seinem diesjährigen Award ausgezeichnet. Über insgesamt 6.500 Euro Preisgeld für Hardware des Herstellers durften sich eine Heim-Automatisierungsplattform, eine Schul-Server-Lösung und eine Kanzlei-Software freuen.

Die diesjährige neunte Auflage des Thomas-Krenn-Awards zur Förderung von innovativen Open-Source-Projekten wartete ihrerseits bereits im Vorfeld mit einer Neuerung auf: Während Bernd Erk (NETWAYS), Ralph Sontag (Chemnitzer Linux-Tage), Ingo Wichmann (Linuxhotel) und Lenz Grimmer (SUSE LINUX) wiederum die Fach-Jury formten, war 2019 auch erstmals die Community dazu aufgerufen, über die eingereichten Projekte mitabzustimmen.

 

Besonders gut bei Fach-Jury wie Community schnitt in diesem Jahr die in Python geschriebene Open-Source-Heim-Automatisierungssoftware Home Assistant ab. Laut Thomas-Krenn ist ihre Bandbreite an steuerbaren Geräten riesig und reicht vom Mediaplayer über schaltbare Steckdosen und smarte Beleuchtung bis hin zur Heizungsregelung.

 

Dabei gelang den Home Assistant-Entwicklern Außergewöhnliches. Durch die stetige Weiterentwicklung des Projektes und das kontinuierliche Hinzufügen neuer Komponenten ist sie mittlerweile auch ein echter Dauerbrenner bei den Thomas-Krenn-Awards: Hatte Sie hier 2017 dem zweiten Platz belegt und den dritten in der 2018er-Auflage, konnte sie sich in diesem Jahr über den ersten Platz und damit den Gesamtsieg freuen. Die 3 000 Euro Preisgeld sollen nun dafür eingesetzt werden, die Continous Integration selbst betreiben zu können. Die neue Hardware soll dann dafür sorgen, die Wartezeit bei eingehenden Pull Requests zu verringern.

 

Linuxmuster.net trat als umfassende Komplettlösung für den Betrieb schulischer Netzwerke an und kam als Zweite ins Ziel. Die Weiterentwicklung der freien Schul-Server-Lösung openML wird von Lehrkräften wie Dienstleistern speziell für die Anforderungen des Schulalltags entwickelt. Aktuell beinhalte sie unter anderem eine webbasierte und benutzerfreundliche Schulkonsole, pädagogische Funktionen sowie eine intelligente Benutzerverwaltung. Den Warenkorbgutschein über 2.000 Euro für den Thomas-Krenn-Webshop für den Gewinn des 2. Platzes will Linuxmuster.net für eine Musterinstallation verwenden. Jene soll auf diversen Open-Source-Veranstaltungen für die Schullösung werben.

 

J-lawyer, diesjähriger Dritter bei den Thomas-Krenn-Awards, positioniert sich als professionelle und vollumfängliche Open-Source-Alternative zu den Markt beherrschenden kommerziellen und proprietären Lösungen im Segment Kanzlei-Software. Laut Thomas-Krenn beinhaltet sie beispielsweise eine Dokumenten- sowie eine Adress- und Aktenverwaltung, eine direkte Recherche in Urteilen und Gesetzen und offeriert Schnittstellen zu anderen Services wieDrebis. Die Software baut auf einer Drei-Schichten-Architektur auf, die auf einer Datenbank (MySQL oder MariaDB), Middleware (Wildfly AS) und einem Client (Java) basiert. Der Gewinn für den dritten Platz soll in einen Microserver für mehrere Einsatzzwecke investiert werden: als Build-Server zum automatischen Bauen und Testen der Software sowie als VM-Host für die automatischen Tests unter verschiedenen Betriebssystemen.

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