ADMIN-Tipp: Schnelle Dateisystem-Snapshots

Jede Woche erscheint in unserem Newsletter ein neuer ADMIN-Tipp. Eine Sammlung aller Tipps finden Sie im Archiv der ADMIN-Tipps.

Snapshots sind in vielen Situationen nützlich: Sei es, um ein heikles Update bei Bedarf zurückzurollen, sei es, um ein Backup im laufenden Betrieb zu starten. Unter Linux beherrscht diese Technik beispielsweise der LVM. Wer den aber nicht nutzt oder sich nicht mit den separaten Volumes herumschlagen will, die dort nötig sind, der findet einen hervorragenden Ersatz in hcp.

Das kleine Linux-Tool Hotcopy alias hcp gibt es kostenlos auf der Website des Herstellers R1Soft. Die Software wird als RPM- oder Debian-Paket angeboten, einen Tarball mit den Sourcen gibt es für den Fall der Fälle auch. Hotcopy kann unmittelbar und online Snapshots von jedem gemounteten Device erzeugen. Die Snapshots sind les- und schreibbar, lasen sich aber auch read-only anlegen. Sie brauchen im Unterschied zu LVM keinen vorher reservierten Platz und sind sehr schnell. Einen Snapshot der Partition /dev/sda5 erzeugt beispielsweise:

 

Das erzeugt augenblicklich eine Kopie der Daten unter dem virtuellen Device /dev/hcp1. Ein normales Backup von diesem Device wird automatisch zur Online-Sicherung, die sich nicht mehr um offene Files zu scheren braucht. Danach kann man den Snapshot mit

 

wieder verwerfen. Will man ein riskantes Skript testen, legt man sich zunächst wieder einen Snapshot seiner Systempartition an, der automatisch an /var/hotcopy/Devicename gemountet wird:

 

Nun setzt man den Snapshot temporär als neues Root-Directory ein

 

In dieser Umgebung lässt sich jetzt gefahrlos das Skript testen, das einem nicht geheuer war.

 

zeigt anschließend, was das Skript geändert hätte.

Ein anderer Einsatzfall wäre fsck. Zwar kann man keine Filesysteme im Snapshot reparieren, aber es lässt sich damit vorher prüfen, ob der Filesystemcheck über Probleme stolpern würde oder nicht. Noch mehr Optionen - zum Beispiel Quotas für Snapshots - erläutert die Manpage.

18.04.2012

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Google+

Ausgabe /2019