Konsolentools fürs Monitoring

Konsolentools fürs Monitoring

Für die schnelle Abfrage zwischendurch sind die großen Monitoring-Lösungen oft überdimensioniert. Zum Glück gibt es zahlreiche unkomplizierte Tools für die Konsole.

Werkzeuge wie SNMP, MRTG, Cacti oder auch Nagios dominieren das Thema Monitoring, da sie für langfristige Datenanalysen eine ideale Umgebung bieten. Allerdings sind sie in der Regel nicht für die schnelle Problemanalyse vor Ort zu gebrauchen. Dieser Beitrag zeigt, wie bekannte und weniger bekannte Werkzeuge dem Netzwerkadministrator zur Hand gehen können. Die meisten dieser Hilfsmittel sind in jeder Standardinstallation enthalten. Oft werden sie von täglichen Skripten und Managementtools wie etwa YaST benutzt, ohne dass der Benutzer etwas davon merkt. Anhand von einfachen Beispielen zeigt dieser Artikel, wie sie dem Administrator in der Praxis helfen.

Ping

Eines der grundlegendsten Werkzeuge bei der Analyse von Netzwerkproblemen ist Ping. Es ermöglicht die schnelle Überprüfung des Status von Hosts und erzeugt Statistiken über deren Verfügbarkeit. Ping versendet ICMP-Pakete vom Typ Echo Request an einen oder mehrere Server und wartet auf eine passende Antwort vom Typ Echo Reply. Über die zwischen den beiden Ereignissen verstrichene Zeit erstellt das Tool eine einfache Statistik. Neben der Information über die Erreichbarkeit ergibt sich die Verbindungsqualität zur Gegenstelle aus der Anzahl der erhaltenen Antwortpakete und ihrer Laufzeiten. Ping errechnet das Verhältnis von verlorenen zu ankommenden Paketen und stellt dies in Prozentwerten dar.

Erweiterte Optionen

Die Option »-n« schaltet die Namensauflösung von eingegebenen IP-Nummern ab. Reagiert der zuständige DNS-Server nicht mehr, dann verzögern Timeouts die Ausführung von Ping; umgekehrt beschleunigt der Verzicht auf DNS die Datenerhebung generell. Der gezielte Einsatz dieser Option liefert auch konkrete Daten: Ein Vergleich der Ergebnisse eines Ping auf eine IP-Adresse ohne DNS-Auflösung mit den Daten eines Ping auf den DNSNamen des gleichen Servers liefert Informationen über Funktion und Performanz des DNSServers. Das Kommando »ping -p ff« testet, ob das Textmuster „0xff “, beim Transport unerwünschterweise verändert wurde. Ob Pakete zum Host »server« mit einer Payload von 16437 Byte fragmentiert werden müssen, gibt der Befehl »ping -s 16437 server -Mdo« aus. Ein »ping -R server« gibt die Route zu »server« zurück.

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Ausgabe /2018