Cluster mit Raspberry Pi (2)

Im Gleichklang

Eine Handvoll Raspberry-Rechner lässt sich als Testplattform für Docker-Container verwenden, wie der erste Teil unseres Workshops gezeigt hat. Damit die kleinen Rechner zusammenarbeiten, setzen wir jetzt die Orchestrierungslösung Kubernetes ein.
Das zentrale Bereitstellen von Software und das Aktualisieren dieser gehören zum Standardrepertoire von Administratoren. Im Januar-Schwerpunkt ... (mehr)

In der letzten Folge unseres Workshops [1] haben wir auf einem Raspberry-Cluster die Raspbian-Distribution installiert und so konfiguriert, dass darauf die Container-Software Docker läuft. Nun soll es darum gehen, dass der Cluster auch als Cluster fungiert, also die einzelnen Raspberry-Maschinen sinnvoll zusammenarbeiten. Dabei soll kein klassisches Cluster-Tool wie Pacemaker verwendet werden, sondern eine Orchestrierungs-Lösung, die auf Container setzt.

Docker hat seit Version 1.12 den "Swarm-Mode" eingebaut, der vorher als Standalone-Software verfügbar war und Docker-Hosts mit der Fähigkeit zum Clustering ausstattet. Im Swarm-Mode wird einer der Nodes zu einem "Master", der die anderen Nodes steuert, auf denen die Container laufen. Da der Swarm-Mode schon in Docker integriert ist, übernimmt Docker automatisch viel vom Setup, das hinter den Kulissen ablaufen muss, etwa beim Aufbau eines virtuellen Netzwerks zwischen den Nodes.

Da die Firma hinter Docker aber auf der Haus-Konferenz Dockercon Ende letzten Jahres angekündigt hat, die von Google initiierte Orchestrierungssoftware Kubernetes zu integrieren, handelt es sich bei Swarm wohl um ein Auslaufmodell, auch wenn Docker bisher öffentlich beteuert, beide Lösungen parallel zu pflegen. Langfristig wäre das aber vermutlich wenig sinnvoll und zu aufwendig, sodass Kubernetes auf jeden Fall die zukunftsträchtigere Lösung ist, zumal auch beinahe alle großen Anbieter (etwa Microsoft, IBM, Red Hat, Google) darauf setzen und hinter Kubernetes mit der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) ein großes Konsortium steht.

Die meiste Arbeit der Portierung auf die ARM-Plattform hat ein junger Programmierer namens Lucas Käldström geleistet. Neben seinen Beiträgen zum Code von Kubernetes und Kubeadm hat er auch einen Vorschlag dafür erarbeitet, wie ein Multi-Plattform-Cluster auf der Basis von Kubernetes aussehen könnte. Neben AMD64 und ARM32 unterstützt Kubernetes derzeit

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