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Damit der Client nun auch Pakete aus diesem Respository installieren kann, muss der Administrator ihn zuerst an das entsprechende Respository binden. Dafür bietet Pulp den Befehl »pulp-client consumer bind --repoid Fedora14-x86_64« . Pulp legt hierbei dann unterhalb von »/etc/yum.repos.d« eine neue Yum-Konfigurationsdatei »pulp.conf« an, die dann auf das neue Repository des Servers zeigt (Listing 6). Bindet der Client sich an weitere Repositories des Servers, landen diese alle in der gleichen Yum-Konfigurationsdatei. Ein »yum repolist« auf dem Client bestätigt nun, dass dieser Pakete aus dem soeben konfigurierten Yum-Repository des Pulp-Servers installieren kann.

Listing 6

Pulp erzeugt eine neue Yum-Datei

 

Pulp-Admin bietet eine History für jeden Client-Zugriff. Der Aufruf von »pulp-admin consumer info --id ipa2« zeigt sowohl die Konfiguration der einzelnen Repositories wie auch die Installation von einzelnen Paketen hieraus. Sehr nützlich ist auch die Möglichkeit, einzelne Clients zu Gruppen zusammenzufassen. Die Option hierfür lautet »consumergroup create« . Anstatt eine bestimmte Aktion nur auf einem einzelnen Client anzustoßen, führt Pulp beim Einsatz einer Gruppe diese auf sämtlichen Mitgliedern aus.

Soll beispielsweise das Paket »pidgin« auf allen Clients der Gruppe Desktop-Clients installiert werden, würde ein Aufruf von »pulp-admin package install -n pidgin --consumergroupid desktop-clients« genügen. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass sämtliche Mitglieder der Gruppe Zugriff auf das Respository besitzen, in dem sich das zu installierende Paket befindet.

Fazit

Mit Pulp steht ein umfangreiches Management-Tool für Software-Repositores zur Verfügung. Wer keine grafische Oberfläche benötigt, der kann mittels Pulp eine Vielzahl von Client-Systemen verwalten. Sind diese geografisch voneinander entfernt, bietet Pulp mit dem Content-Delivery-Server auch dafür eine Lösung. Die umfangreichen Reporting-Funktionen helfen, den Überblick über die Systeme zu behalten.

Wer Spaß an Automatisierung hat, den wird es freuen, dass Pulp auch eine REST-API anbietet. Die Daten, die Pulp hierüber zurückliefert beziehungsweise. erwartet, liegen im JSON-Format [4] vor. Sämtliche modernen Skriptsprachen, wie beispielsweise Perl oder Python, bieten dafür einen Encoder/Decoder an. (ofr)

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Repositories managen mit Pulp 3,14 MB

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