NetworkManager auf der Commandline

Brücken bauen

Um das Netzwerk-System an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, gibt es auf modernen Linux-Systemen eine Vielzahl von Möglichkeiten. In diesem Monat dreht sich im Open-Source-Tipp daher alles um das bekannte Tool NetworkManager.
Trotz des Siegeszugs der Cloud ist die Infrastruktur eines Unternehmensnetzwerks noch immer physisch. Und auch das Rechenzentrum mit viel Blech und Kabeln ... (mehr)

Der NetworkManager sollte den allermeisten Lesern bereits bekannt sein, da viele aktuelle Linux-Distributionen ihn verwenden, um das Netzwerk zu konfigurieren. Ein Grund für den Wechsel von den klassischen Init-Skripten hin zu einem neuen System wie dem NetworkManager ist unter anderem der komplexere Bootvorgang, bei dem viele Aktionen durch den Einsatz von systemd parallel ausgeführt werden. Die alten Init-Skripte sind hierfür jedoch nicht ausgelegt, was in einigen Setups zu Problemen führen könnte. Mit dem NetworkManager steht ein alternatives Tool zur Verfügung, das diese Probleme beseitigt.

Applet für den Desktop

Auf dem Desktop tritt das Tool meist in Form eines Applets in Erscheinung, das neben der Konfiguration von kabelgebundenen Netzwerken auch den Zugriff auf WLANs ermöglicht. Klickt der Anwender auf das Applet, erscheinen neben den vorhandenen Netzwerkgeräten auch die zur Verfügung stehenden WLANs. Sämtliche Einstellungen für den Zugriff auf das Netzwerk lassen sich über das Applet regeln. Über Plug-ins lassen sich auf diesem Weg sogar VPN-, Mobilfunk- oder InfiniBand-Verbindungen einrichten. Für den Zugriff auf Geräte in der unmittelbaren Nachbarschaft kann das Tool auch Bluetooth-Geräte konfigurieren und entsprechende Verbindungen einrichten. Natürlich gilt Gleiches auch für den Einsatz virtueller Adapter, also beispielsweise VLANs, Bridges oder Bonding- und Teaming-Geräte.

Für den Betrieb auf Servern oder für Power-User kommt der Einsatz des Applets wahrscheinlich eher nicht in Frage. Für die Kommandozeile existieren die beiden Tools »nmtui« und »nmcli« . Ersteres bietet ein einfaches Text-Interface zur rudimentären Konfiguration des Services an, während Letzteres ein sehr umfassendes Tool ist, mit dem sich sämtliche Funktionen des Services konfigurieren lassen. Alternativ steht eine DBUS-API [1]

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Ausgabe /2018