I/O-Performance mit Fio ermitteln

Auf Hochtouren

Der "Flexible I/O Tester", kurz Fio, strapaziert Massenspeicher mit zahlreichen parallelen Schreib- und Leseoperationen. Mit den dabei gemessenen Performance- und Zugriffsdaten lassen sich unter anderem Engpässe aufspüren, Benchmarks für Server erstellen und die Belastbarkeit von virtuellen Maschinen austesten.
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Fio startet mehrere vorgegebene Schreib- und Leseoperationen gleichzeitig. Dabei misst es unter anderem die Bandbreite, die Anzahl der Lese- und Schreibzugriffe pro Sekunde, die Latenzen sowie einige weitere Parameter. Im einfachsten Fall schreibt das Werkzeug eine Testdatei mit Nonsensdaten und liest diese dann wieder ein. Dank der flexiblen Konfiguration bildet Fio aber auch auf Wunsch den zukünftig von einer Datenbank zu erwartenden Workload nach. Auf diese Weise lässt sich schnell prüfen, ob die Serverhardware mit den zukünftigen Datenmengen zurechtkommt. Anwender dürfen sogar das Verhalten ändern, mit dem Fio die einzelnen Ein- und Ausgabebefehle (I/O Operations) absetzt.

Jens Axboe entwickelte Fio ursprünglich, um das I/O-Subsystem von Linux zu testen. Die vorhandenen Benchmarks erschienen ihm zu unflexibel, woraufhin er kurzerhand sein eigenes Tool schrieb. 14 Jahre später liegt Fio in der Version 3.18 vor, hat sich in der Praxis bewährt und läuft neben Linux auch offiziell unter Windows, macOS, NetBSD, OpenBSD, FreeBSD, Solaris, AIX, HP-UX sowie DragonFly. Insbesondere unter FreeBSD und Solaris stehen jedoch nicht sämtliche Funktionen bereit. Fio ist unter der GNU GPL v2 lizenziert, die Entwicklung lässt sich auf GitHub verfolgen [1].

Mit Fio starten

Windows-Nutzer können sich die aktuelle Fio-Version unter [2] herunterladen. Die meisten Linux-Distributionen halten das Werkzeug in ihren Repositories vor. Im Zweifelsfall schnappen Sie sich den Quellcode auf GitHub [3]. Installieren Sie GNU Make, einen C-Compiler sowie das Entwicklerpaket der Bibliothek "zlib". Unter Debian und Ubuntu steckt es im Paket "zlib1g-dev". Bauen Sie dann im Verzeichnis des entpackten Quellcodearchivs das Werkzeug via »./configure; make« und installieren Sie es per s»udo make install« . Prinzipiell genügt das Binary

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Ausgabe /2020