LLVM-Compiler 2.8 implementiert C++-ISO-Standards

08.10.2010

 In Version 2.8 implementiert das LLVM-Compiler-Framework die ISO-1998- und -2003-Standards für C++.

 

Mit dem Release von LLVM (Low Level Virtual Machine) 2.8 haben die Entwickler eine Reihe größerer Verbesserungen in ihr Compiler-Framework eingebaut. So implementiert LLVM nun die ISO-Standards 1998 und 2003 für die Programmiersprache C++. Darüber hinaus unterstützt LLVM 2.8 den auf Mac OS X verwendeten Dialekt Objective C++, eine Mischung aus Objective C und C++. Auch Support für einige von Microsoft verwendete Spracherweiterungen bringt LLVM nun mit. Das Clang-Frontend für die C-Sprachfamilie übersetzt nun auch Code, der die Prozessorerweiterungen SSE (Intel/AMD), ARM Neon und Altivec (PowerPC) verwendet.

Dank der modularen Architektur von LLVM gibt es eine Reihe von Projekten, die von verschiedenen Frontends und Backends des Projekts Gebrauch machen. Zum Beispiel kann ein statischer Analyzer für C-Sprachen dazu verwendet werden, Bugs in Programmen schon bei der Übersetzung zu finden. Ein LLVM-Plugin für den GNU-Compiler GCC mit dem Namen "Dragonegg" kann etwa für Code-Optimierungen verwenden werden. Auch einen eigenen Debugger namens LLDB bietet das LLVM-Projekt an. 

LLVM lässt sich als vollwertiger Compiler verwenden, dient aber vielen Projekten als Tool, um etwa Code Just-in-Time zu übersetzen, beispielsweise auf Mac OS X zum Kompilieren von OpenGL-Shadern. Apple investiert selbst in die Weiterentwicklung von LLVM und beschäftigt deshalb einige LLVM-Entwickler, darunter den Projektmitbegründer Chris Lattner. Die Release Notes von LLVM 2.8 geben einen Überblick über die Neuerungen und führen auch einige Projekte auf, die das Compiler-Framework verwenden. LLVM ist freie Software, die unter einer BSD-artigen Lizenz steht. 

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