Linux-Migration der französischen Gendarmerie erreicht nächste Etappe

01.10.2013

Unter dem Namen GendBuntu stellt die französische Polizeitruppe ihre insgesamt fast 80000 Rechner auf das freie Betriebssystem um.

Bis zum Ende des Supports für Windows XP im nächsten Jahr soll die Massenmigration abgeschlossen sein. Wie der Manager des GendBuntu-Projekts, Stéphane Dumond, mitteilte, liegt man im Zeitplan, der Umstieg ist nun bei 35000 Desktop-Rechnern erfolgt. Bei GendBuntu handelt es sich um eine Ubuntu-Version mit Long Term Support (LTS), erweitert um einige proprietäre Programme der Gendarmerie; dieses Jahr aktualisierte das IT-Team von Ubuntu 10.04 LTS auf Ubuntu 13.04 LTS. Das Upgrade galt als Prüfstein, bei dem es gelang, die bereits installierten Systeme per WAN zu aktualisieren.

Die ersten Schritte des Projekts bestanden aus dem Umstieg auf freie Desktop-Programme wie OpenOffice, Firefox, Thunderbird, VLC und Gimp noch auf dem Windows-Desktop sowie der Migration der internen Server. In der "Handarbeitsphase" befasste man sich dann ab 2008 mit einem überschaubaren Rahmen von 5000 Linux-basierten Desktop-Rechnern, bis man 2011 mit der automatisierten ("industriellen") Linux-Installation begann. Bis zum Ende des Windows-XP-Supports im nächsten Jahr sollen den bereits umgestellten PCs auch die restlichen 37000 Geräte in die Linux-Welt folgen.

Das GendBuntu-Team besteht aus 10 Personen, die mit den 1200 IT-Mitarbeitern in den einzelnen Gendarmerie-Stationen kooperieren. Als größte Herausforderungen bei dem Projekt sieht Dumond die Installation von System- und Software-Updates, ohne Rechner oder Netzwerke durch Überlastung oder Fehler zu gefährden. Auf der Haben-Seite stehen um 40 Prozent gesunkene Ausgaben, für die außer den Lizenzkosten auch die zentralisierte Wartung und die hohe Zuverlässigkeit der Desktops verantwortlich zeichnen. Dazu kommt für Dumond das strategische Plus der Unabhängigkeit von kommerziellen Software-Anbietern.

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