Valve und Cloudius werden Mitglied der Linux Foundation

05.12.2013

Der Spielehersteller will sich künftig mehr an der Linux-Entwicklung beteiligen. Cloudius erweitert das Anwendungsfeld des Linux-Kernels um ein neues Betriebssystem.

Der Spielehersteller Valve ist nun Mitglied der Linux Foundation, die als nicht-gewinnorientierte Einrichtung die Entwicklung des Linux-Kernels fördert. Valve, das mit der Half-Life-Serie seinen größten Erfolg feierte, arbeitet unter anderem an einer neuen Spielkonsole namens SteamOS, die auf Linux basiert. Firmenchef Gabe Newell hatte bereits bei der Vorstellung von Windows 8 seinen Unmut über das neue Windows-Betriebssystem geäußert und angekündigt, künftig stärker auf Linux zu setzen. Mittlerweile wurde dieser Plan in die Tat umgesetzt, indem Valve seine Spiele-Distributionsplattform Steam auf Linux portiert hat. Mit SteamOS soll dieses Engagement noch weiter ausgebaut werden.

Trotz vieler positiver Stimmen aus der Linux-Welt findet Steam allerdings bisher nur wenig Zuspruch: Derzeit macht der Linux-Anteil der Steam-Benutzer nur etwa ein Prozent aus. Dies liegt vermutlich aber auch daran, dass bisher nur vergleichsweise wenige Spiele auch auf Linux portiert wurden.

Neben Valve durfte die Linux Foundation auch die Firma Cloudius als neues Mitglied begrüßen, die sich zum Großteil aus Linux-Kernel-Entwicklern zusammensetzt. Allerdings ist deren Produkt kein klassisches Linux-System, sondern ein neues Betriebssystem namens OSv, das unter anderem auf FreeBSD basiert. OSv ist als minimalistisches System für Cloud-Systeme gedacht, funktioniert mit KVM und VMware und will den Overhead eines klassischen Betriebssytems reduzieren. 

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