Egal, um welchen Dienst es sich dreht, den Benutzern geht es immer zu langsam. Der Schwerpunkt des ADMIN-Magazins 05/2011 verrät, mit welchen Tools man ... (mehr)

Libvirt installieren

Das Beispiel geht von zwei Servern aus, die noch nicht für Virtualisierung eingesetzt waren und auf denen folglich die entsprechende Software fehlt. Bei allen gängigen Distributionen kommen aktuelle Libvirt-Pakete mit. Zusammen mit Libvirt müssen natürlich auch die Komponenten für KVM den Weg aufs System finden – es steht vorab also die Entscheidung an, welcher Hypervisor zum Einsatz kommen soll. Dieser Artikel geht von einer Virtualisierung mit KVM aus.

Um auf Debian-Systemen KVM zu betreiben, genügt das Paket »qemu-kvm« . Die Installation eines eigenen Kernel-Modul-Paketes ist nicht mehr nötig, die KVM-Module sind fixer Bestandteil des Kernels. Nach der Installation des genannten Paketes empfiehlt es sich, die Module »kvm-amd« oder »kvm-intel« mittels »modprobe« zu laden – je nach verwendeter CPU. Funktioniert das Laden problemlos, ist der Rechner startklar für KVM. Kommt hingegen eine Fehlermeldung, ist vermutlich im BIOS des Systems die Virtualisierungsfunktion deaktiviert. Nachdem das geändert ist, sollten die KVM-Module klaglos geladen werden. Um sich die Libvirt aufs System zu holen, installieren Admins auf Systemen mit Debian oder Ubuntu das Paket »libvirt-bin« . Für Debian-Admins lohnt sich möglicherweise ein Blick in das Backports-Repository, denn hier finden sich üblicherweise wesentlich aktuellere Versionen der Bibliothek, als im »stable« -Zweig zu finden sind. Ist die Libvirt auf beiden Clusterknoten installiert, steht der Virtualisierung nichts mehr im Wege.

Die Libvirt-Architektur

Nach der Libvirt-Installation findet sich im Konfigurationsordner »/etc« das Verzeichnis »libvirt« . In diesem Ordner liegt die Konfiguration von Libvirt – viel zu ändern gibt es an den Default-Einstellungen aber in den meisten Fällen nicht. Interessant ist vor allem der Ordner »qemu« (Abbildung 1), in dem die Konfigurationsdateien für virtuelle Maschinen landen. Ab Werk hat der Ordner lediglich einen weiteren Unterordner namens »networks« . Darin liegt eine Datei namens »default.xml« – sie enthält die Konfiguration für die Libvirt-Netzwerkinfrastruktur. Veränderungen sind hier mit Sorgfalt und Vorsicht zu erledigen.

Abbildung 1: Im Ordner /etc/libvirt/qemu liegen die Konfigurationsdateien der virtuellen Maschinen, die Libvirt kennt.
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Ausgabe /2019