Wer sein System permanent überwacht, hat den Grundstein dafür gelegt Engpässe zu vermeiden und Fehler frühzeitig zu erkennen. Neben dem Platzhirsch Nagios ... (mehr)

Was bringt es?

Die Vorteile der chaotischen Entwicklung sind fragwürdig. Natürlich müssen gelegentlich Pakete oder Subsysteme komplett erneuert werden, sonst gäbe es keinen technischen Fortschritt. Andererseits ist die Schrotflintenmethode auch dafür nur eingeschränkt geeignet: Jeder entwickelt munter vor sich hin, und irgendwann wird sich schon zeigen, was brauchbar ist. Problematisch wird dieses Verhalten dann, wenn es sich, wie etwa in der Linux-Welt, auf den Zustand des Gesamtsystems auswirkt. Zu viel Zersplitterung wird zur Zumutung für den Anwender oder Administrator, der sich einem riesigen Angebot gegenübersieht, aus dem er auswählen muss. Gleichzeitig leidet die Kompatibilität von Systemen wie Ubuntu und Red Hat immer mehr: Nicht nur das Paketmanagement unterscheidet sich, auch für das Init-System oder den Bootloader muss der Administrator komplett umlernen.

Kollege Brendel führt im letzten ADMIN-Heft als Vorteil die Auswahl an, die dem Anwender durch die Vielzahl an Software für den gleichen Zweck zu Verfügung steht. Meistens ist die große Auswahl aber eher Bürde als Chance. Wie soll denn ein Anwender aus den 40 Monitoring-Systemen auswählen, die es auf dem freien und kommerziellen Markt gibt?! Der Psychologe Barry Schwartz hat in seinem Buch "The Paradox of Choice --Why More is Less" dargelegt, wieso ein Überangebot die Unzufriedenheit steigert. Wenigstens für die IT-Magazine und -Websites hat die Sache ein Gutes, so lässt sich sarkastisch anfügen: Solange der Wildwuchs an freier Software weitergeht, gibt es für uns etwas zu schreiben.

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