Im Test: Boxcryptor 2.1

Ein Safe für alle Wolken

Ein Cloud-Speicher ist schnell eingerichtet – E-Mail-Adresse und Kennwort angeben, fertig. Doch darüber, wie sicher die Daten bei einem Anbieter wirklich sind, machen sich nur wenige Nutzer Gedanken. Was für die privaten Urlaubsfotos noch akzeptabel sein mag, ist für viele Unternehmensdaten ein No-Go. Mit Boxcryptor lassen sich Dateien unabhängig vom Cloud-Anbieter verschlüsseln. Wie sich das Tool im Alltag schlägt, zeigt unser Test.
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Wenn der Administrator selbst einen Cloud-Anbieter wie etwa Dropbox nutzt oder dessen Verwendung im Unternehmen zumindest nicht untersagt ist, dann sollte wenigstens eine vernünftige Dateiverschlüsselung her. Erhalten Unbefugte dann wie auch immer Zugriff auf die Cloud-Files, sind diese nicht lesbar. Mit Boxcryptor hat der deutsche Anbieter Secomba GmbH aus Augsburg eine entsprechende Software auf dem Markt. Sie verschlüsselt die Dateien lokal auf dem Rechner, bevor diese in einem Cloud-Speicher landen. Das Tool gibt es für Privatnutzer gratis, Firmen zahlen einen kleinen Obolus, der bei 72 Euro pro Jahr und Lizenz beginnt. Dafür gibt es dann auch sinnvolle Zusatzfunktionen wie eine Dateinamenverschlüsselung, Gruppenberechtigungen und die Unterstützung mehrerer Cloud-Dienste.

Im großen Firmenpaket ist dann noch ein zentraler Firmenschlüssel verfügbar. Damit kann ein Unternehmen alle Dateien seiner Mitarbeiter entschlüsseln, auch ohne die einzelnen Passwörter zu kennen. Das kann sinnvoll sein, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, ohne die Dateien freizugeben, oder sein Passwort schlicht vergisst. Ferner lassen sich in dieser Version Passworte zurücksetzen und Richtlinien festlegen. Nicht zuletzt gibt es auch eine Active Directory-Unterstützung in der Firmenversion. Wir haben uns für diesen Kurztest die Variante "Unlimited Business" als Einsteigerversion für Firmen angeschaut.

Robustes Security-Konzept, vielseitige Nutzung

Als Basis für Boxcryptor dienen die Algorithmen AES 256 Bit sowie RSA 4096 Bit. Dabei legt jeder Benutzer bei der Einrichtung des Tools ein Passwort fest, mit dem sein privater RSA-Key verschlüsselt wird. Vergisst der Nutzer sein Passwort, sind die verschlüsselten Daten laut Anbieter unwiederbringlich verloren. Eine Ausnahme bilden hier Firmenschlüssel, die ein Entschlüsseln aller unternehmenseigenen Daten erlauben. Im Detail

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