SSDs für mehr NAS-Performance

Luft nach oben

SSDs sind in den allermeisten Computern und Notebooks mittlerweile Standard. HDDs kommen fast nur noch als Datengrab zum Einsatz, etwa in NAS-Systemen - also dort, wo viel Speicherplatz für wenig Geld gewünscht ist. Mittlerweile ist Flash allerdings deutlich im Preis gefallen. Gibt es also doch Gründe, bei einem Mittelklasse-NAS auf SSDs zu setzen? Besonders wie es mit der Performance aussieht, wollen wir in diesem Artikel untersuchen.
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Eine SSD ist einer HDD in fast allen Belangen überlegen, vor allem was die Performance, also die IOPS (Input/ Output Operations Per Second) betrifft. Aber spielt dies in einem NAS wirklich eine Rolle? Denn die wenigsten kleinen Büros oder Mitarbeiter im Home Office verfügen über ein 10-GBit-Netzwerk. Sollten Sie bereits über eine derart schnelle Anbindung verfügen, bedarf es keiner großen Diskussion – hier ist die SSD um einiges schneller als eine HDD.

Aber wie sieht es aus, wenn nur ein GBit-LAN zur Verfügung steht? In der Theorie sind die Datenströme dann auf rund 120 MByte/s limitiert. Das schaffen auch die allermeisten aktuellen Festplatten problemlos. Auf den ersten Blick ergibt der Einsatz einer SSD also keinen Sinn. Doch dieser Schluss lässt sich nicht so einfach ziehen: Bei einem konstanten Zugriff mögen Festplatten problemlos die GBit-LAN-Verbindung ausreizen. Ganz anders kann das schon beim Übertragen vieler kleiner Dateien aussehen, ähnliches gilt auch für den Zugriff durch mehrere Nutzer gleichzeitig.

Jeder wird hier schon einmal beobachtet haben, dass die Übertragungsrate in derartigen Situationen ein gutes Stück absackt. Kann hier eine SSD helfen oder ist es naturgemäß einfach so, dass eine Netzwerkverbindung beziehungsweise das Netzwerkprotokoll beim Übertragen von vielen kleinen Dateien langsamer ist und die HDD vielleicht gar keine Schuld trifft? Dies wollten wir herausfinden.

Testaufbau mit 8-Bay-NAS

Für unseren Testaufbau kam als NAS ein Synology DS1815+ zum Einsatz, das in der Theorie über 400 MByte/s übertragen kann, sofern alle vier vorhandenen GBit-LAN-Ports gleichzeitig Verwendung finden. Das NAS verfügt über 2 GByte RAM und eine Intel-Atom-C2538-CPU. Die Hardware sollte also nicht der Flaschenhals sein. Als Festplatten nutzten wir IronWolf-HDDs von Seagate mit einer Kapazität von 8 TByte. Vertreter der Gattung Flash waren

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Ausgabe /2019