Bareos 16.2 veröffentlicht

01.11.2016

Die neue Version der Backup-Software wird voll mandantenfähig, fertigt inkrementelle Backups an und bringt ein neues MySQL-Plugin mit. 

Ab sofort ist Version 16.2 der Backup-Software Bareos verfügbar. Das Frontend des Programms ist jetzt mehrsprachig. Beim Login kann der Benutzer unter den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Russisch auswählen. In der Übersicht der Clients wird nun angezeigt, ob für sie Updates der Bareos-Software verfügbar sind. Ebenfalls neu ist die Verwaltung von Bandrobotern: die Verwendung von Bändern und Laufwerken wird dargestellt, Bänder können im- und exportiert sowie mit Labeln versehen werden.

Mit Bareos 16.2 ist erstmals auch konsequente Mandantenfähigkeit gegeben. Hierzu wurden einige Lücken in der ACL-Implementierung geschlossen, sodass die Benutzer auch nur diejenigen Daten sehen und rücksichern können, auf die sie laut Berechtigungs- und Rollenmodell Zugriff haben sollen. Ebenfalls neu ist die Option "Client Initiated Connection" zur Sicherung von Systemen hinter Firewalls oder Laptops: Ist ein Client auf "active" gesetzt, werden alle Verbindungen vom Client zum Backup-Server initiiert. Laptops können sich so an unterschiedlichen Standorten am Bareos-Director anmelden. Ebenso können Daten von einem Client auf einen Bareos-Server bei einem Provider gesichert werden, ohne dass der Provider aktiven Zugriff auf die Kundensysteme hat.

Für Anwender mit sehr großen Datenmengen ist das neue Feature "Always Incremental" von besonderem Interesse: zeit- und bandbreitenintensive Voll-Backups werden so nur einmal benötigt. Anschließend werden nur noch die inkrementellen Daten zum Bareos-Server übertragen. Neu ist, dass nun auf dem Server regelmäßig die letzten inkrementellen Backups konsolidiert werden; synthetische Voll-Backups werden seltener erzeugt, was deutlich weniger Rechenzeit erfordert, aber dennoch schnelle Wiederherstellungszeiten mit sich bringt.

Die neue Version bringt auch eine neue Verzeichnisstruktur für die Konfigurationsdateien mit, die sich an den Ansprüchen automatischer Konfigurationen orientieren, sowie gleichzeitig die Basis für die neue Konfigurations-API legt. Über Konsolen-Kommandos können jetzt unter anderem neue Clients angelegt werden, die benötigten Konfigurationsdateien werden dann durch Bareos erzeugt und in den entsprechenden Verzeichnissen abgespeichert.

Das neue MySQL-Plugin ermöglicht inkrementelle Hot-Backups von MySQL- und MariaDB-Datenbanken mit Bareos, sowie mit Point-In-Time Restore die Wiederherstellung eines Datenbank-Zustandes zu einem bestimmten Zeitpunkt.

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