Cisco und HP dominieren deutschen Markt für aktive LAN-Komponenten

04.09.2012

Der deutsche Markt für aktive Netzwerk-Komponenten ist fest im Griff der beiden IT-Größen Cisco und HP. Nach einer jüngst vom ITK-Informationsdienstleister ama veröffentlichten Analyse halten beide IT-Hersteller in den Teilmärkten Router und Switches jeweils gemeinsam mehr als 70 Prozent aller Installationen.

Marktanalyst ama geht in seiner ITK-Strukturanalyse der Frage nach, welche IT-Hersteller im Geschäft mit aktiven Netzwerkkomponenten, wie Router und Switches, jeweils besonders erfolgreich sind. Nach den in Anwenderunternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern sowie Behörden und Non-Profit-Organisationen ermittelten Router-Installationen dominiert Netzwerkspezialist Cisco unangefochten das Feld, während IT-Generalist HP inzwischen die führende Rolle bei den Switches übernommen hat. HP und Cisco kommen in beiden Segmenten zusammen auf einen ähnlich hohen Anteil (Router: 73,5 Prozent; Switches: 74,1 Prozent). 

Im Segment Switches dominiert HP klar mit 41,6 Prozent. Cisco kommt hier auf einen Anteil von lediglich 32,5 Prozent an den von ama ermittelten 5675 Switches-Installationen. Die laut ama nächstgrößten Switches-Lieferanten sind D-Link und Netgear mit einem Anteil von 6,4 beziehungsweise 5,0 Prozent. Nortel, Enterasys, Dell und Alcatel-Lucent liegen jeweils unter der Drei-Prozent-Marke. Den Rest teilen sich Hersteller, die ama in der Gruppe „Sonstige“ listet. 

Auf den im Teilmarkt Router führenden Anbieter Cisco entfallen allein bereits 56 Prozent der vom Analysten ama ermittelten 5.350 Installationen. HP erreicht in diesem Segment einen Anteil von 17,5 Prozent. Die weiteren sechs von ama namentlich erfassten Anbieter kommen alle nur auf Anteile von unter vier Prozent.

Die von ama ebenfalls erhobenen Lieferantenwechsel im Markt für aktive Netzwerkkomponenten beziehen sich auf einen Zeitraum von ein bis anderthalb Jahren. Die darauf basierende Wanderungsanalyse zeigt allerdings, insgesamt gesehen, kaum Veränderung. Insbesondere gleichen sich die im Router-Segment vom Analysten festgestellten Wechselbewegungen zwischen den Hauptwettbewerbern HP und Cisco unterm Strich weitgehend aus, während Cisco bei den Switches im Vergleich zu HP per saldo einen kleinen Zugewinn verzeichnet. Auch erleidet Cisco bei Routern nur einen marginalen, relativen Bestandsverlust von 0,2 Prozent. HP kommt demgegenüber auf ein leichtes Plus von 0,6 Prozent, bezogen auf einen Anteil von insgesamt 17,5 Prozent. 

Interessante Erkenntnisse liefern zudem die Kreuzauswertungen zwischen Router- und Switch-Installationen. Axel Hegel, Geschäftsführer von ama und Leiter der Markterhebungen: „Wir konnten beispielsweise feststellen, dass HP beim Vertrieb von Switches offensichtlich immer dann besonders gute Argumente hat, wenn Anwenderunternehmen Router von HP einsetzen. In diesen Unternehmen stammen nur 15,3 Prozent der Router von anderen Herstellern.“

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Cisco im Zusammenhang mit Switches-Installationen. Anwenderunternehmen, die laut ama-Erhebung Switches von Cisco einsetzen, arbeiten überwiegend auch mit dessen Routern. Nur in 11 Prozent dieser Unternehmen stammen die Router von anderen Herstellern. Eher ausgeglichen sind die Wettbewerbsverhältnisse bei der Fragekonstellation „welche Lieferanten jeweils die Router stellen, wenn Switches von HP im Einsatz sind“. Die Analyse zeigt, dass in diesen Fällen HP und Cisco auf ungefähr gleiche Anteile (37,2 Prozent; 39,9 Prozent) kommen.

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