Windows Server 2016 ist fertig

27.09.2016

Auf der Ignite-Konferenz hat Microsoft die Verfügbarkeit von Windows Server 2016 und System Center 2016 bekanntgegeben.

Ab sofort ist eine Evaluierungsversion von Windows Server 2016 verfügbar. Zum Verkauf wird das Produkt ab Anfang Oktober stehen. Mit an Bord von Windows Server 2016 ist die Docker Engine, die es erlaubt, Container im Windows-Betriebssystem zu betreiben. Diese gibt es in zwei Ausführungen: Windows-Server-Container verwenden wie unter Linux den gleichen Systemkern, sind aber durch verschiedene Maßnahmen voneinander isoliert; die Hyper-V-Container dagegen verwenden jeweils eine Hyper-V-Instanz, um für bessere Trennung einzelner Container zu sorgen. Gemäß der zugrunde liegenden Technologie laufen auf Windows Server 2016 nur Container mit Windows-Programmen, nicht etwa Linux-Container.

Ein neues Feature sind etwa Rolling Upgrades, die es ermöglichen Hyper-V- und Storage-Cluster ohne Ausfallzeiten auf eine neue Windows-Version zu aktualisieren. Ebenfalls in Richtung virtuelles)Datacenter gehen die Neuerungen, die Software Defined Networking ermöglichen. Ein entsprechender Netzwerk-Controller erlaubt es, physische und virtualisierte Netzwerke nahtlos zu integrieren. Wer auf Interoperabilität angewiesen ist, kann sich über GRE-Tunneling nach RFC 2890 freuen, das in der neuen Server-Version verfügbar ist.

Im Storage-Bereich bietet bietet Windows Server 2016 Quality of Service (QoS) und soll damit auch I/O-intensive Anwendungen zuverlässig mit Storage versorgen. Synchrone Replikation mit Storage Replicas soll höhere Zuverlässigkeit bieten, indem gewährleistet ist, dass von allen Daten stets mindestens eine aktuelle Kopie existiert, mit der man bei einem Ausfall weiterarbeiten kann. Durch den Einsatz des SMB3-Protokoll soll dies auch mit der entsprechenden Performance vonstatten gehen.

Bei der Desktop-Virtualisierung geht Microsoft einen Schritt in Richtung offener Standards und unterstützt OpenCL und OpenGL. Schließlich bietet der Windows Server 2016 auch mehr Möglichkeiten beim Identity Management, sodass Administratoren etwa nur für einen bestimmten Zeitraum weitreichendere Rechte einräumen können. Für mehr Sicherheit hat Windows Server 2015 den Dienst Windows Defender eingebaut, der Schutz vor Malware gewährtleisten soll. Linux als VM-Gäste lassen sich in der neuen Hyper-V-Version auch mit Secure Boot starten, wenn sie dies unterstützen, etwa Ubuntu 14.04  und Suse Linux Enterprise Server 12.

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