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ATA TRIM

Eine weitere Funktion zur Steigerung der Performance sowie der Lebensdauer ist ATA TRIM. Mit dem TRIM-Kommando teilt das Betriebssystem der SSD mit, welche Datenbereiche (etwa die Datenbereiche einer gelöschten Datei) es nicht mehr benötigt. Der SSD-Controller kann damit betroffene Blöcke löschen, was ähnlich wie eine vergrößerte Spare Area die Performance und Haltbarkeit der SSD steigern soll. Damit ATA TRIM funktioniert, muss es von der SSD, vom Betriebssystem und vom Dateisystem unterstützt werden. Windows 7 mit NTFS oder Linux ab Kernel 2.6.33 mit Ext4 mit Discard-Option erfüllen diese Anforderungen.

Ab Kernel 2.6.38 unterstützen Ext4 und XFS zudem das zeitversetzte Batched Discard, das bei SSDs mit langsamer TRIM-Funktion wichtig ist. Über den tatsächlichen Performance-Gewinn aufgrund von ATA TRIM gibt es unterschiedliche Aussagen.

Tatsache ist, dass ATA TRIM nur für einzelne SSDs genutzt werden kann. RAID-Controller unterstützen diese Funktion nicht. Eine etwas vergrößerte Spare-Area durch Nutzung von 90 Prozent der SSD-Kapazität für das RAID-Volume sollte in diesem Fall ein Fehlen der TRIM-Funktion ausgleichen. (jcb)

Infos

  1. Over-provisioning an Intel SSD : http://cache-www.intel.com/cd/00/00/45/95/459555_459555.pdf
  2. Secure Erase: http://www.thomas-krenn.com/Secure-Erase
  3. Partition Alignment: http://www.thomas-krenn.com/Alignment
  4. Ben Martin, RAID-Systeme unter Linux optimal konfigurieren, ADMIN 02/2011, S. 80
  5. Linux on 4KB-sector disks: http://www.ibm.com/developerworks/linux/library/l-4kb-sector-disks
  6. LVM Alignment Patch: http://www.redhat.com/archives/lvm-devel/2010-August/msg00035.html

Der Autor

Werner Fischer ist Technology Specialist bei der Thomas-Krenn AG und Chefredakteur des Thomas Krenn Wiki. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Hardware-Monitoring, Virtualisierung, I/O-Performance und Hochverfügbarkeit.

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