Marktübersicht Enterprise-Backup-Software

© Igor Goncharenko, 123RF

Gut gesichert

Rechnet man zwei Vorläufer-Untersuchungen in der Linux Technical Review mit, stellen sich nun bereits zum dritten Mal namhafte Backup-Lösungen den Testern des ADMIN-Magazins, die sie in rund 100 Punkten checken. Alle Features, Stärken und Schwächen einiger der bekanntesten Datensicherungsprogramme.
Was das Backup wert war, erweist sich, sobald man es versucht ganz oder teilweise wiederherzustellen. Spätestens dann macht sich die Wahl des richtigen Tools ... (mehr)

Die erste Festplatte in einem kommerziell erfolgreichen Rechner, im IBM RAMAC 305, wog eine Tonne und fasste knapp lächerliche 5 MByte, von denen damals jedes aber 10 000 Dollar kostete. So lange, wie man vielleicht meint, ist das gar nicht her: gerade einmal 55 Jahre. In dieser Zeit hat sich bis zur heute üblichen 3-TByte-Platte die Kapazität dieser Geräte versechshunderttausendfacht und der Megabytepreis ist um den Faktor 150 Millionen gesunken. Ein unglaubliches Tempo. Dessen ungeachtet scheint es in der Storagewelt aber auch Konstanten zu geben: eine ist das Backup, das immer nötig war und nötig bleiben wird.

Sieht man genauer hin, offenbaren sich natürlich auch auf dem Sektor Datensicherung Entwicklungen. Ein wesentlicher Motor sind die schon angesprochenen exponenziell wachsenden Kapazitäten, die es zu sichern gilt. Dabei wachsen freilich die verfügbaren Zeitfenster nicht mit, aber die Auflagen und Bestimmungen werden strenger, und die Erwartungen an die Servicequalität steigen. Als Antwort darauf hat sich seit ein paar Jahren in nahezu allen Backup-Lösungen die Technik der Deduplikation etabliert, die Platz und Zeit sparen kann, indem sie Duplikate vermeidet. Allerdings ist der Begriff nicht sonderlich scharf, unter ein und derselben Flagge segeln einfache Verfahren, die lediglich Unterschiede auf Dateiebene detektieren können und ausgeklügelte, zuweilen besonders patentgeschützte Algorithmen, die gleiche Daten auf Blockebene erkennen.

Tabelle 1

Basisdaten

-

Acronis

Arkeia

Bacula

EMC

Hersteller:

Acronis

Arkeia Software

Bacula Systems SA

EMC

Product

Acronis Backup & Recovery

Arkeia Network Backup

Bacula Enterprise Edition

Networker

Version

11

9

4.0.6

07.06.2001

Betriebssysteme (Server)

Linux

Linux-Kernel > =2.4.20 und glibc >=2.3.2

alle Distributionen

RHEL 5, RHEL 6, Debian Squeeze/Lenny, Ubuntu Hardy/Jaunty/Lucid/Natty, Suse 10/11

Suse. Red Hat

BSD

 Nein

Nein

Nein

Nein

Unix-Varianten

 Nein

Solaris, HPUX, AIX

Solaris, z.T. OpenSolaris

Solaris, Irix, AIX, HP-UX

andere

 Nein

Nein

Nein

Nein

Mac OS X

 Nein

Nein

Nein

Nein

Windows-Versionen

Windows 7, Vista, Win XP Prof. SP2+, Win 2000 Prof. SP4+, Win 2000, 2003, /2003/R2, 2008/2008 R2 Server, MultiPoint Server 2010

Nein

Nein

Windows 2003, Windows 2008, R2

Betriebssysteme (Client)

Linux

entfällt

Linux (Generic), Debian (IBM PowerPC, Intel/AMD x86-64, Digital ALPHA64), Mandrake, Mandriva, Suse, SLES 9, Novell OES, Fedora, RHEL 5.0, RHEL Advanced Server 4.0, RHEL Workstation 3, Slackware 8.0 & 10.1, Ubuntu, Unitedlinux, Yellowdog 3.0

RHEL 5, RHEL 6, Debian Squeeze/Lenny/Etch, Ubuntu Hardy/Jaunty/Lucid/Natty, Suse 10, 11

Suse, Red Hat

BSD

entfällt

Nein

FreeBSD

Nein

Unix-Varianten

entfällt

Nein

HP-UX, AIX, Solaris 8, 9, 10, OpenSolaris,

Solaris, AIX, HP-UX, Irix

andere

entfällt

Netware

Nein

Nein

Mac OS X

entfällt

Nein

Ja

Ja

Windows-Versionen

entfällt

Win 98 Intel/AMD x86, NT 4 Workstation und Server Win 2000 Prof/Server/Adv. Server, Windows 7, Windows XP, Windows Server 2003, Windows Vista Windows Server 2008

Windows 2000, 2003 R1/R2 i32/i64, 2008 R1/R2 i32/i64, Windows 7, XP

Windows 2003 R1/R2, 2008 R1/R2, Vista , XP

GUI

Ja

Nein

Ja

Ja

Webinterface

Nein

Ja

Ja

Ja

CLI

Ja

Ja

Ja

Ja

Lizenztyp

Proprietär pro Machine

Proprietär (einzelne Komponenten Open Source) Berechnung nach Anzahl Clients und Server oder nach Datenvolumen.

AGPL, Standard Subscription Deckt unbegrenzte Anzahl Maschinen in einem Data Center ab

Proprietär, Preis je nach Datenmenge und Features

7x24-Support

Ja

Ja

Ja

Ja

Preis

Ab 535 Euro (1 Server/1 Jahr)

Ab 320 Euro (1 Server/1 Jahr und bis 1TB für Backups auf Platten)

Ab 1490 Euro für maximal 10 Maschinen.

"EMC veröffentlicht keine Preise"

URL

http://www.acronis.de

http://www.arkeia.com/anb

http://www.baculasystems.com

http://germany.emc.com/solutions/business-need/backup-recovery-archiving/backup-Recovery.htm

Unique Selling Point

Disaster Recovery und Datensicherung in einer umfassenden Lösung für SMB. Unterstützung für physische, virtuelle und Cloud-Umgebungen miteiner einfach bedienbaren Managementkonsole. Zusätzliche Sicherungsebene durch die Möglichkeit, Backupdaten in eine Cloud zu speichern.

Eine Lösung für physische wie virtuelle Umgebungen. Patentierte Deduplizierung, Backupserver als Software oder physische oder virtuelle Appliance nutzbar, einfache Handhabung, sehr umfangreicher Plattformsupport, auch für Virtualisierungslösungen.

Einzige hoch skalierbare Open Source-Backuplösung für große Unternehmen und Rechenzentren, einzige Backupsoftware mit einem Preismodell, das nicht von der Anzahl CPUs, Maschinen, Bandlaufwerke oder der Datenmenge abhängt. Remote Monitoring und Management von Backupservern möglich.

Hohe Recovery Performance. Einfache Bedienbarkeit und sehr gute Integration in das EMC-Lösungsportfolio. Neue Technologien wie Snapshots, Imagesicherungen und Deduplizierung.

Tabelle 1

Basisdaten (Fortsetzung)

-

HP

IBM

SEP

Syncsort

Hersteller:

Hewlett-Packard

IBM

SEP AG

Syncsort

Product

HP Data Protector

Tivoli Storage Manager

SEP sesam

Backup Express

Version

6.2

6.2

4.0.3

3.4

Betriebssysteme (Server)

Linux

RHEL 4.x/5.x/6.x, SLES 9,10,11

Linux x86_64, Linux on POWER, Linux zSeries

SLES 9-11, RHEL 4-6, CentOS 4-5, Debian Etch/Lenny/Squeeze, Ubuntu 7-10, Univention2.0-2.3, OES1-2, IPBrick

SLES 9-11, RHEL 4, RHEL 5, CentOS, Oracle Linux, Novel OES 1 und 2

BSD

Nein

Nein

FreeBSD 8

Nein

Unix-Varianten

HP-UX (PA-RISC, Itanium) 11.11, 11.23, 11.31, Solaris (SPARC) 8/9/10

AIX, HP-UX, Solaris (SPARC 64 Bit und x86_64)

Solaris 9-10, SCO-UX

AIX, SUN Solaris, HP-UX

andere

Nein

Nein

Nein

Nein

Mac OS X

Nein

Nein

Nein

Nein

Windows-Versionen

Windows XP, 2000, 2003 (32/64 bit), 2008, 2008 R2

Windows Server 2003/2008 mit 32 Bit und 64 Bit (Standard, Enterprise oder Datacenter)

Windows XP, 2003, 2003 R2, 2008, W2008 R2, Windows 7

Windows 2003, 2008, 2008 R2

Betriebssysteme (Client)

Linux

32-bit: RHEL4-6, SLES 8-11, Oracle EL 4/5, Debian 5, CentOS 5; 64-bit: RHEL 4/5 (Itanium), RHEL 6 (x64), SLES 8-11, Oracle EL 4/5, Debian 5 (Itanium/x64), CentOS 5 (x64), Novell OES 2

Linux x86 / x86_64, Linux on POWER, Linux zSeries (SLES 10/11, RHEL 5/ 6 ab V6.2.2)

SLES 7-11, RHEL 4-6, CentOS 4-5, Debian Etch/Lenny/Squeeze, Ubuntu 7-10, Univention 2.0-2.3, OES1-2, IPBrick

SLES 9-11, RHEL 4/5, CentOS, Oracle Linux, Novell OES 1 und 2

BSD

Nein

Nein

FreeBSD, OpenBSD

FreeBSD

Unix-Varianten

HP-UX (PA-RISC, Itanium) 11.11, 11.23, 11.31, Solaris (SPARC) 8-10, TRU64 5, AIX 5.3,6.x, IRIX 6.5, SCO OpenServer 5,6, SCO UnixWare 7

AIX, HP-UX, Solaris (SPARC 64 bit und x86_64), IBM z/OS UNIX

AIX 4.3-5.x, Solaris 7-10, HP-UX 10-11, SCO-UX, Tru64 5.x

AIX, Solaris, HP-UX

andere

Novell NetWare 6.5, OpenVMS 7.3-2,8.2-1,8.3,8.4, (Alpha) und 8.3,8.3-1H1,8.4 (Itanium)

Novell NetWare 6.5 und Open Enterprise Server

NetWare 5.1,-6.x, alpVMS, P-MACOS

Nein

Mac OS X

yes 10.4,10.5, 10.6 32&64bit

Ja

Ja

Nein

Windows-Versionen

Windows XP, Vista,7, 2003, 2008, 2008R2, 2008 Core, 2008R2 Core

Windows 7, Vista, XP, Server 2003/2008 32 Bit und 64 Bit (Standard, Enterprise oder Datacenter)

Windows XP; 2003; 2003 R2; Vista; 2008, W2008 R2, Windows 7

Windoes 2003, 2008, 2008 R2, Windows 7

GUI

Ja

Ja

Ja

Ja

Webinterface

Nein

Ja

Nein

Nein

CLI

Ja

für TSM Server und Backup/Archive Client

Ja

Ja

Lizenztyp

Proprietär

Proprietär, Preismodell basiert auf Prozessorkernen bzw. Backup-Volumen

Teils proprietär, teils GPL

Proprietär

7x24-Support

Ja

Ja

Ja

Preis

Ab 397 Euro, Single Server Editon

Ab ca. 800 Euro je nach Plattform

Ab ca. 490 Euro, ein Server

Ab 4995 Euro plus Maintenance

URL

http://www.hp.com/go/dataprotector

http://www-01.ibm.com/software/tivoli/products/storage-mgr/

http://www.sep.de

http://www.syncsort.com

Unique Selling Point

Beherrscht Single Item Recovery von Sharepoint- oder VMware Image-Backups, leicht bedienbare, grafische Steuerung, moderate Kosten

Beherrscht die Sicherungsstrategie "Incremental Forever", ist hoch skalierbar und verwaltet die Metadaten in einer relationalen Datenbank

Auch als Appliance oder in einer VM einsetzbar, Audit-Compliant-Archiving, Multiple Streams auf Disk und Tape, Support für Novell Groupwise, eigene Extension für Citrix XenServer

Block Level Incremtal Backup für heterogene Umgebungen. Perfect für Zero Load Backups in virtuellen Environments mit der Möglichkeit, ganze Server in Minuten Wiederherzustellen.

Tabelle 2

Architektur

Hersteller:

Acronis

Arkeia

Bacula

EMC

Client-/Server-Architektur

Nein

Ja

Ja

Ja

optionale Mediaserver

Ja

Ja

Ja

Ja

Backupmedien

Disks:

Ja

Ja

Ja

Ja

Tapes:

Ja: AIT,DLT, LTO, DAT

Ja: AIT, DLT, LTO, DAT, QIC, SAIT, SDLT, MAGSTAR, EXB MAMMOTH, 9940CART und mehr

Ja: AIT,DLT, LTO, DAT, u.a.

Uneingeschränkt alle Formate

Tape Libraries (Autoloader)

Ja

z_erledigtJa

Ja

Ja

Virtual Tape Libraries

Ja

Ja

Ja

Ja

NAS via NDMP

Nein

Ja

Nein

Ja, direct attached oder LAN

Tabelle 2

Architektur (Fortsetzung)

Hersteller:

HP

IBM

SEP

Syncsort

Client-/Server-Architektur

Ja

Ja

Ja

Ja

optionale Mediaserver

Ja

Ja

Ja

Ja

Backupmedien

Disks

Ja

Ja

Ja

Ja

Tapes

Ja: DAT, DDS, DLT, SDLT, LTO/Ultrium, T3590/2,T9840,T9940, T10000, AIT, SAIT, DTF, Exabyte

Ja: LTO, 3592, T10000, DLT, SDLT, AIT, SAIT, 8mm, 4mm

Ja: AIT, DLT, LTO, DAT, RDX und andere

Ja: AIT, DLT, SDLT, LTO, Jaguar, Magstar, und andere

Tape Libraries (Autoloader)

Ja

Ja

Ja

Ja

Virtual Tape Libraries

Ja

Ja

Ja

Ja

NAS via NDMP

Ja

Ja, zusätzlich NetAPP-APIs

Nein

Ja

Nun ist Deduplikation allerdings weder umsonst – sie kostet vor allem CPU-Zeit – noch für alle Arten von Daten geeignet, was Raum für weitere Ansätze lässt. Etwa synthetische Backups, bei denen Vollbackups aus inkrementellen erzeugt werden und die mit wesentlich kleineren Zeitfenstern auskommen und das Netzwerk weit weniger belasten als regelmäßige Komplettsicherungen. Eine andere Herangehensweise, die sogenannte Continous Data Protection, braucht sogar überhaupt keine Zeitfenster mehr, weil sie die Daten zum Zeitpunkt ihrer Änderung sichert, ähnlich wie bei einer Spiegelung, nur dass hier viele Versionen erhalten bleiben. Der Preis dafür ist allerdings eine hohe Netzwerklast und hoher Platzverbrauch.

CDP oder Deduplikation sind deswegen nicht gleichmäßig im Testfeld verteilt, weil nicht jeder Hersteller von Backup-Software bei Bedarf jederzeit spezialisierte, kleinere Mitbewerber aufkaufen kann, um sich deren Technologien einzuverleiben. So geschehen mit Symantec, das Revivio schluckte, mit IBM, das FilesX kaufte oder EMC, das Kashya erwarb. Aufgrund dieser Historie ist CDP bis heute oft ein Zusatzprodukt (Symantec NetBackup Realtime, IBM TSM FastBackup oder EMC RecoverPoint). Unser Testfeld beweist aber – etwa am Beispiel von SEP oder Bacula – dass auch kleinere Mitbewerber erfolgreich Nischen des Backup-Marktes erobern können.

Tabelle 4

Spezielle Techniken

Hersteller:

Acronis

Arkeia

Bacula

EMC

Snapshots

auf Basis der Backupsoftware

Ja

Nein

Nein

Ja, mit PowerSnap

auf Basis Windows VSS

Ja

Ja

Ja

Ja

auf Basis LVM

Ja

Nein, es sei denn durch Skripte

Nein, es sei denn durch Skripte

Nein

auf Storage-Hardware

Nein

Nein, es sei denn durch Skripte

Nein, es sei denn durch Skripte

Ja

auf Basis Filesysteme (ZFS, BTRFS …)

Nein

nur unter Windows sonst durch Skripte

Nein, es sei denn durch Skripte

Ja, über 3rd Party APIs

andere Features

Deduplikation

Ja

Ja, progressiv quell- und zielseitig

Ja, aber nur File-basiert, nicht auf Blocklevel

Nein, es sei denn über die Integration der Produkte Avamar oder DataDomain

CDP

Nein

Nein

Nein

Nein

Backup-Clones

Ja

 

Nein

Ja

mehrere Kopien in einem Lauf

Ja

Ja

Ja via Copy Jobs

Nein

synthetische Backups aus Inkrementellen Sicherungen

Ja

Nein

Ja

Nein

Replikation

Replikation von Archiven

Ja

Ja, via Copy Jobs oder mit externer Software

Nein, es sei denn über die Integration der Produkte Avamar oder DataDomain

Staging (z.B. D2D2T)

Ja, von Archiven

Ja

Ja

Ja

Data Multiplexing

Ja, auf Ebene der Agents

Ja

Ja

Ja, abschaltbar

Verifikation des Backup

Ja

Ja

Ja

Nein

Host-free Backups

Ja

Ja

Nein

Ja, mit PowerSnap

Bandbreitensteuerung

Ja

Ja

Ja

Nein

Tabelle 4

Spezielle Techniken (Fortsetzung)

Hersteller:

HP

IBM

SEP

Syncsort

Snapshots

auf Basis der Backupsoftware

Nein

Ja

Nein

Ja

auf Basis Windows VSS

Ja

Ja

Ja

Ja

auf Basis LVM

Ja

Ja, mit Tivoli FlashCopy Manager

Ja

Ja

auf Storage-Hardware

Ja

Ja, mit Tivoli FlashCopy Manager

Ja

Ja, mit SnapVault für NetApp

auf Basis Filesysteme (ZFS, BTRFS …)

Ja

Ja, mit Tivoli FlashCopy Manager

Nein

Nein

andere Features

Deduplikation

Ja

Ja

Ja

Ja

CDP

Nein

Ja, auf Block- und Fileebene mit TSM FastBack

Ja

Nein

Backup-Clones

Ja

Ja

Ja

Ja

mehrere Kopien in

Einem Lauf

Ja

Ja

Nein

Ja

synthetische Backups aus Inkrementellen Sicherungen

Ja

Ja

Nein

Ja

Replikation

Nein

Ja, mit TSM Fastback

Ja

Ja

Staging (z.B. D2D2T)

Ja

Ja, Diskpool-HSM

Ja

Ja

Data Multiplexing

Ja

Ja, (Source-Disk-Multiplexing bei SAP Sicherungen, kein Tape-Multiplexing)

Ja

Ja

Verifikation des Backup

Ja

Ja

Ja

Ja

Host-free Backups

Ja

Ja, mit Zusatzmodul

Ja

Ja

Bandbreitensteuerung

Nein

Ja, für Laptop-Sicherungen mit TSM Fastback for Workstations

Ja

Ja

Auch die klassischen Backup-Strategien sind natürlich nach wie vor in Gebrauch und auch ihre Unterstützung haben die Tester in vielen Prüfpunkten untersucht. Daneben finden sich in den Ergebnisen Hinweise auf die Skalierbarkeit der verschiedenen Lösungen, auf spezielle Features, die von Zeit zu Zeit entscheidend sind und nicht zuletzt auch auf den Preis, der zugegebenermaßen schwer vergleichbar ist, weil sich gerade die Lizenzmodelle stark unterscheiden. Um überhaupt einen annähernd gleichen Nenner herstellen zu können, haben wir nach den Kosten für das einfachste Setup mit einem Server für die Laufzeit von einem Jahr gefragt.

Tabelle 4

Spezielle Techniken

Hersteller:

Acronis

Arkeia

Bacula

EMC

Snapshots

auf Basis der Backupsoftware

Ja

Nein

Nein

Ja, mit PowerSnap

auf Basis Windows VSS

Ja

Ja

Ja

Ja

auf Basis LVM

Ja

Nein, es sei denn durch Skripte

Nein, es sei denn durch Skripte

Nein

auf Storage-Hardware

Nein

Nein, es sei denn durch Skripte

Nein, es sei denn durch Skripte

Ja

auf Basis Filesysteme (ZFS, BTRFS …)

Nein

nur unter Windows sonst durch Skripte

Nein, es sei denn durch Skripte

Ja, über 3rd Party APIs

andere Features

Deduplikation

Ja

Ja, progressiv quell- und zielseitig

Ja, aber nur File-basiert, nicht auf Blocklevel

Nein, es sei denn über die Integration der Produkte Avamar oder DataDomain

CDP

Nein

Nein

Nein

Nein

Backup-Clones

Ja

 

Nein

Ja

mehrere Kopien in einem Lauf

Ja

Ja

Ja via Copy Jobs

Nein

synthetische Backups aus Inkrementellen Sicherungen

Ja

Nein

Ja

Nein

Replikation

Replikation von Archiven

Ja

Ja, via Copy Jobs oder mit externer Software

Nein, es sei denn über die Integration der Produkte Avamar oder DataDomain

Staging (z.B. D2D2T)

Ja, von Archiven

Ja

Ja

Ja

Data Multiplexing

Ja, auf Ebene der Agents

Ja

Ja

Ja, abschaltbar

Verifikation des Backup

Ja

Ja

Ja

Nein

Host-free Backups

Ja

Ja

Nein

Ja, mit PowerSnap

Bandbreitensteuerung

Ja

Ja

Ja

Nein

Tabelle 4

Spezielle Techniken (Fortsetzung)

Hersteller:

HP

IBM

SEP

Syncsort

Snapshots

auf Basis der Backupsoftware

Nein

Ja

Nein

Ja

auf Basis Windows VSS

Ja

Ja

Ja

Ja

auf Basis LVM

Ja

Ja, mit Tivoli FlashCopy Manager

Ja

Ja

auf Storage-Hardware

Ja

Ja, mit Tivoli FlashCopy Manager

Ja

Ja, mit SnapVault für NetApp

auf Basis Filesysteme (ZFS, BTRFS …)

Ja

Ja, mit Tivoli FlashCopy Manager

Nein

Nein

andere Features

Deduplikation

Ja

Ja

Ja

Ja

CDP

Nein

Ja, auf Block- und Fileebene mit TSM FastBack

Ja

Nein

Backup-Clones

Ja

Ja

Ja

Ja

mehrere Kopien in

Einem Lauf

Ja

Ja

Nein

Ja

synthetische Backups aus Inkrementellen Sicherungen

Ja

Ja

Nein

Ja

Replikation

Nein

Ja, mit TSM Fastback

Ja

Ja

Staging (z.B. D2D2T)

Ja

Ja, Diskpool-HSM

Ja

Ja

Data Multiplexing

Ja

Ja, (Source-Disk-Multiplexing bei SAP Sicherungen, kein Tape-Multiplexing)

Ja

Ja

Verifikation des Backup

Ja

Ja

Ja

Ja

Host-free Backups

Ja

Ja, mit Zusatzmodul

Ja

Ja

Bandbreitensteuerung

Nein

Ja, für Laptop-Sicherungen mit TSM Fastback for Workstations

Ja

Ja

Acronis

Die Datensicherungslösung von Acronis (Abbildung 2) fällt gleich in mehrerlei Hinsicht ein wenig aus dem Rahmen dieses Vergleichs: Zum einen ist sie die einzige Lösung, die ohne Trennung in Client und Server auskommt, stattdessen beide Funktionen in einer Applikation vereint, zum anderen umfasst sie gleichzeitig Elemente des klassischen Backups wie des Desaster Recoverys. Das mag insofern nachteilig sein, als verteilte und spezialisierte Applikationen auf ihrem jeweiligen Gebiet womöglich eine größere Funktionsvielfalt bieten können, ist aber zugleich besonders für kleinere und mittlere Unternehmen ein Vorteil, weil der ganzheitliche Ansatz kostengünstig und einfacher zu administrieren ist.

Abbildung 2: So begrüßt Acronis Backup & Recovery 11 den Anwender.

Acronis beherrscht normale File-basierte Backups oder Image-Sicherungen, die das Betriebssystem mit allen Einstellungen konservieren und aus denen das gesamte System in einem Schritt wiederherstellbar ist. Dateien wie Images lassen sich auch via Netzwerk sichern, wofür natürlich auch Acronis das unvermeidliche Wort "Cloud" im Munde führt.

Die eben erschienene neue Version 11 bringt einige interessante Funktionen für virtuelle Umgebungen mit. So reicht ein einzelner Agent für mehrere VMware ESX(i) Hosts, was für mehr Effizienz und eine einfachere Verwaltung sorgt. Auch sind simultane Backups mehrerer virtueller Maschinen für VMware ESX(i) und Microsoft Hyper-V möglich.

Tabelle 5

Datenselektion

Hersteller:

Acronis

Arkeia

Bacula

EMC

HP

IBM

SEP

Syncsort

Exclude-Filter

Verzeichnisse

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

RegEx für Dateinamen

Nein

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Dateigröße

Nein

Ja

Nein

Nein

Nein

Nein

Ja

Ja

Dateiendung

Ja

Ja

Ja

Ja

Nein

Ja

Nein

Ja

Datum

Nein

Ja

Nein

Nein

Nein

Nein

Ja

Ja

Eigentümer

Nein

Ja

Nein

Nein

Nein

Ja

Ja

Ja

Arkeia

Arkeia adressiert mit seiner Network Backup Suite mittelständische Unternehmen, die aber durchaus größer sein dürfen, wie allein schon ein Blick auf das Architekturschema verrät: Hier gibt es einen Central Management Server, der in einer Ebene über den eigentlichen Backupservern residiert. Kleine Einschränkungen muss der Admin bei der Vielfalt nutzbarer Snapshots oder im Gerätemanagement hinnehmen, auch fehlen CDP oder synthetische Backups, aber die wichtigen Funktionen sind vollzählig.

Ganz besonders gefällt bei der Arkeia-Software die logische Konfiguration, die klar gliedert, was wann und wohin zu sichern ist. So definieren bei Arkeia sogenannte Savepacks Einstellungen wie Kompression, Verschlüsselung, Nachlaufkommandos Fehlerbehandlung, Symlink-Verfolgung oder die Sicherung von ACLs. Erst in einem zweiten Schritt wird den Savepacks eine konkrete Dateiauswahl (Trees) zugeordnet. Den Savepacks stehen Drivepacks gegenüber, mit denen die Sicherungsmedien verwaltet werden. Beide verbindet ein Zeitplan. Das System ist eingängig und funktional.

Bemerkenswert ist auch der breite Plattformsupport. Dröselt man alles auf, kann man an die 200 verschiedene Betriebssystemversionen zählen, unter denen die Software läuft. Auch Applikationen werden gut unterstützt, darunter sogar PostgreSQL und OpenXchange, was – sieht man von SEP sesam ab – ansonsten eine Seltenheit ist.

Diesen Artikel gratis herunterladen

Das Kontingent freier Downloads ist leider bereits erschöpft. Über den Einzelartikleverkauf oder das Archiv-Abo können Sie die Marktübersicht aber dennoch beziehen.

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Setup eines Kubernetes-Clusters mit Kops

Vor allem für Testinstallationen von Kubernetes gibt es einige Lösungen wie Kubeadm und Minikube. Für das Setup eines Kubernetes-Clusters in Cloud-Umgebungen hat sich Kops als Mittel der Wahl bewährt. Wir beschreiben seine Fähigkeiten und geben eine Anleitung für den praktischen Einsatz. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Container

Wie setzen Sie Container ein?

  • Gar nicht
  • Docker standalone
  • Docker mit Kubernetes
  • Docker mit Swarm
  • Docker mit anderem Management
  • LXC/LXD
  • Rocket
  • CRI-O auf Kubernetes
  • Container auf vSphere
  • Andere (siehe Kommentare auf der Ergebnisseite)

Google+

Ausgabe /2018

Microsite