Was das Backup wert war, erweist sich, sobald man es versucht ganz oder teilweise wiederherzustellen. Spätestens dann macht sich die Wahl des richtigen Tools ... (mehr)

HP

Auch bei HP fügt sich die Data-Protector-Software für die Datensicherung in ein umfassendes Produktangebot. So kann das Backup-Programm beispielsweise die Snapshot-Features der hauseigenen Diskarrays nutzen, um deren Volumes unterbrechungsfrei zu kopieren und anschließend bei Bedarf auf Band zu sichern. Dasselbe funktioniert mit replizierten HP-Arrays. Das "Zero Downtime" getaufte Verfahren funktioniert sogar mit einigen fremden Arrays (EMC Clariion und NetApp) In diesem Fällen wird kein produktionsfreies Zeitfenster benötigt.

Wie bei einem Produkt dieser Klasse zu erwarten, fehlt kein wesentliches Feature. Und auch die Kehrseite ist dieselbe wie bei den vergleichbaren Lösungen von IBM oder EMC, nämlich die hohe Komplexität. Dass alleine das Installationshandbuch über 500 Din-A4-Seiten benötigt, mag ein Indiz dafür sein.

Dafür erhält man eine Komplettlösung inklusive Desaster Recovery, eingebauter Wiederherstellung virtueller auf physische Maschinen oder umgekehrt, einem Reportingmodul mit mehr als 35 vordefinierten Berichten, Deduplikation, Optionen für das Backup laufender Applikationen und Managementkonsole.

IBM

Die Lösung von IBM zeichnet aus, dass sie sich in eine umfassende Angebotspalette des Herstellers integriert. Das macht es im Einzelfall sogar schwierig zu entscheiden, was man noch zu der hier verglichenen Backup-Software rechnen will und was nicht.

Im Fall des Tivoli Storage Manager (Abbildung 4) ist das besonders schwer, denn dabei handelt es sich um eine modulare, umfassende Lösung für die Speicherverwaltung, die auch die Datensicherung beherrscht. Genauso aber die Zugriffsverwaltung oder Sicherheitsmechanismen wie Verschlüsselung, die Komprimierung, das Configuration and Policy Management, Monitoring und Reporting, das Error Logging und viele weitere Funktionen bis hin zu SCSI- und Fibre Channel Failover und vieles mehr. Aus Dutzenden Modulen kann sich der Anwender eine individuelle Lösung zusammenstellen, die unter anderem auch alles enthalten kann, woran man beim Thema Backup denkt, inklusive aller anspruchsvollen Features wie Deduplikation, Bare Metal Restore, NDMP oder Continous Data Protection.

Abbildung 4: Mit diesem Bildschirm begrüßt der Tivoli Storage Manager seine Anwender. Die schlichte Anmutung der Web-GUI täuscht: Es handelt sich um eines der mächtigsten Backup-Programme.

Der große Charme dieses Ansatzes ist die einheitliche und zentralisierte Verwaltung und die sehr gute Integration der einzelnen Funktionsbausteine. Der Pferdefuß liegt im Preis und in der Komplexität. Je nach Umfang wird man Schulungen oder sogar spezialisierte Admins brauchen. Allein für einen Kurs "IBM Tivoli Storage Manager Implementierung und Administration – Teil 1 und 2" veranschlagt ein IBM Trainingscenter 10 volle Tage zum Kleinwagenpreis.

Für eine Handvoll Server ist diese Lösung überdimensioniert, Wer aber tatsächlich eine große Storage-Landschaft zu betreuen hat, wird in TSM ein Angebot finden, das zu prüfen sich bestimmt lohnt.

Tabelle 7

Gerätemanagement/Reporting

Hersteller:

Acronis

Arkeia

Bacula

EMC

Laufwerks-Loadbalancing

Nein

Nein

In beschränkten Umfang

Ja

Dekativierung eizlener Laufwerke

Nein

Ja

Ja, konfigurierbar

Ja

Laufwerks-Failover

Nein

Nein

Nein

Ja

Monitoring

laufender Prozess

Ja

Ja

Ja

Ja

Integrierter Log-Viewer

Ja

Ja

Ja, mit einigen GUIs

Ja

Reporting

Ja

Ja

Ja

Ja

Alerts

Ja

Ja

Ja, konfigurierbar

Ja

Tabelle 7

Gerätemanagement (Fortsetzung)

Hersteller:

HP

IBM

SEP

Syncsort

Laufwerks-Loadbalancing

Ja

Ja, für IBM-Laufwerke und Treiber

Ja

Ja

Dekativierung eizlener Laufwerke

Ja

Ja

Ja

Ja

Laufwerks-Failover

Ja

Ja

Nein

Ja

Monitoring

laufender Prozess

Ja

Ja

Ja

Ja

Integrierter Log-Viewer

Ja

Ja

Ja

Ja

Reporting

Ja

Ja

Ja

Ja, via SNMP

Alerts

Ja

Ja

Ja

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Ausgabe /2020