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Alternative OpenNMS

Neben Nagios [4] und Zenoss Core gibt es im Bereich der Netzwerkverwaltung noch die Open-Source-Anwendung OpenNMS. Auch OpenNMS (Abbildung 7)baut auf SNMP auf und lässt sich über eine Weboberfläche verwalten. OpenNMS ist in Java geschrieben. Daten speichert das System in einer PostgreSQL-Datenbank.

Abbildung 7: Netzwerküberwachung mit der OpenNMS-Software.

OpenNMS lässt sich auch auf Windows-Servern installieren. Überwachen kann das System Daten auf Basis von SNMP, JMX, HTTP, WMI, JDBC und dem NSClient-Client [5]. OpenNMS hat teilweise noch Probleme mit Version 1.7 von Java. Daher sollte man die Version 1.6 installieren, wenn das Starten von OpenNMS einen Fehler erzeugt. Neben Java benötigt OpenNMS noch PostgreSQL für Windows [6]. Zusätzlich ist auf dem Server die JICMP [7] notwendig. Hierbei handelt es sich um eine Schnittstelle zwischen Java und dem ICMP-Protokoll. Die Anmeldung an der Weboberfläche erfolgt mit dem Benutzernamen »admin« und dem Kennwort »admin« . Anschließend definiert man über »Add« im Bereich »Include« IP-Ranges, in denen der Server nach zu überwachenden Geräten fahnden soll. Administratoren, die ein iPhone einsetzen, können sich die OpenNMS-App herunterladen und installieren. Ausführliche Anleitungen zu Installation und Betrieb finden sich auf der Seite [8].

Alternative Nagios

Ein bekanntes Überwachungsprogramm und eine weitere Alternative zu Zenoss Core ist Nagios [9]. Nagios kommt aus der Linux-Welt, kann aber problemlos auch Windows-Server überwachen. Einem Nagios-Server arbeiten Agenten auf den überwachten Servern zu. Sie senden Statusmeldungen des Servers, also Informationen über Dienste, CPU- und Arbeitsspeichernutzung, Festplattenplatz oder Fehler in den Ereignisanzeigen an den Nagios-Server. Zusätzlich führt der Agent Befehle und Abfragen aus, die Administratoren auf dem Server festlegen. Der Server bereitet die einzelnen Statusmeldungen auf und zeigt sie in einem Webinterface an. Der Server kann zusätzlich Administratoren oder auch andere Anwender, die besondere Aufgaben haben, via E-Mail oder SMS benachrichtigen. Außerdem können Administratoren über die Weboberfläche selbst jederzeit den Status der einzelnen überwachten Server oder aller Serverdienste im Netzwerk anzeigen lassen.

Der Betrieb einer Nagios-Lösung ist keine einfache Angelegenheit. Generell sind die Installation des linuxbasierten Systems und auch die Einrichtung der Überwachung recht komplex. Nagios ist Open Source und steht vollkommen kostenlos zur Verfügung. Diese Version trägt die Bezeichnung Nagios Core [10]. Die kommerzielle Version Nagios XI [11] enthält eine leistungsfähigere Weboberfläche, mit der sich Server sehr leicht anbinden lassen, auch ohne Linux-Kenntnisse. Dafür stehen verschiedene Assistenten zur Verfügung, die dabei helfen, die Überwachung genau zu steuern. Mit dieser Lösung können Unternehmen bis zu sieben Server vollkommen kostenlos überwachen. Die Entwickler bieten zur Lösung auch einige Webcasts und Whitepapers an. Der Webcast [12] erklärt die Einbindung in das Netzwerk, die Anleitungen unter [13] zeigen die Installation als virtueller Server. Zusätzlich zum Nagios-Server muss man auf den zu überwachenden Servern den kostenlosen Nagios-Agenten installieren und mit dem Nagios-Server verbinden. Der NSClient++ steht auf der Seite [14] zur Verfügung. Der Agent ist für Nagios Core und Nagios XI identisch. Für Linux-Server gibt es einen eigenen Client zum Download. Dieser findet sich auf der Seite [15]. (jcb)

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